Düngemittel

Yara produziert weniger Ammoniak


Auf der agra in Leipzig stellt Yara seinen Maisdünger vor.
Foto: da
Auf der agra in Leipzig stellt Yara seinen Maisdünger vor.

Das erste Quartal 2019 endet für Yara mit einem Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr. Außer in Europa ist die Nachfrage nach Düngemittel rückläufig.

Zwar konnte der Düngerhersteller aus Norwegen die Margen im 1. Quartal 2019 verbessern, doch bleibt der Nettogewinn mit umgerechnet 96 Mio. US-$ unter dem Vorjahresgewinn von 116 Mio. US-$. Das Ebita hingegen stieg um 17 Prozent gegenüber Vorjahresquartal auf 464 (377) Mio. US-$. Dies führt Yara auf höhere Produktionsmargen und einen stärkeren US-Dollarkurs zurück.

"Unsere Produktionsleistung im ersten Quartal 2019 war unbefriedigend, verbunden mit technischen Problemen in drei großen Werken. Obwohl die Produktion Ende März zulegte, wirkten sich diese Probleme auf unsere Ergebnisse im ersten Quartal 2019 aus, sagte Svein Tore Holsether, CEO von Yara.

Die Gesamtlieferungen für Vertrieb und Marketing waren im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent niedriger ausgefallen, heißt es im Quartalsbericht. Ohne die Akquisition des Düngerherstellers Cubatão in Brasilien, sanken die Lieferungen um 4 Prozent. Holsether spricht von einem Absatzrückgang in allen Regionen außer in Europa. Allerdings bekommt Yara auch die Auswirkungen der Düngeverordnung in Deutschland zu spüren. Die Branche rechnet hier mit einem Rückgang des Düngemittelabsatzes für 2017/18 um 15 Prozent.

Yara produzierte im 1. Quartal rund 3 Prozent weniger Ammoniak als vor einem Jahr, hingegen stieg die Produktion von Fertigware um 3 Prozent. Kurzfristig will Yara die Rendite verbessern und auf eine strikte Kapitaldisziplin achten. Die weiteren Pläne verrät Holstether zum Capital Day am 26. Juni 2019.

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