Düngemittel

Yara hält am Sparkurs fest


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Der norwegische Düngemittelhersteller Yara ASA konzentriert sich auf Wachstumsprojekte. Die Nachfrage nach Stickstoffdüngern stockt.

Yara erreicht im 4. Quartal 2018 (Oktober bis Dezember) ein Ebitda in Höhe von 424 Mio. US-$. Das entspricht einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen berichtet von höheren Margen in der Produktion von Düngemittel. Die besseren Zahlen wertet Yara-CEO Svein Tore Holsether als Erfolg des Wachstumsprogramms sowie eines festeren US-Dollarkurses. Die Nachfrage nach Düngemitteln war im 4. Quartal saisonbedingt verhalten. Die Jahreszahlen sind jedoch ernüchternd. Der Umsatz stieg auf 13 (11,4) Mrd. US-$. Das Ebitda erreichte 1,5 gegenüber 1,4 Mrd. US-$. Allerdings machten hohe Währungsverluste sowie Steuern und Zinsen dem Unternehmen zu schaffen. Das Nettoeinkommen sank 2018 um 67 Prozent auf 159 (139) Mio. US-$. Yara produzierte weltweit 8,3 Mio. t Ammoniak, die gesamten Düngermengen belaufen sich auf 38 (36) Mio. t.

„Nach einer Phase großer Investitionen liegt der Fokus 2019 auf unseren viel versprechenden Projekten, weiteren Verbesserungen im Produktionsablauf sowie einer strengen Ausgabendisziplin“, sagte Holsether am Freitag bei der Vorlage des Quartalsberichtes von Oktober bis Dezember 2018.

Die Düngemittellieferungen stiegen um 2 Prozent getrieben von der Übernahme von Babrala Acquisition in Indien und Cubatão in Brasilien. Ohne diese Zukäufe wären die Düngelieferungen um 7 Prozent niedriger gegenüber dem Vorjahr ausgefallen. Die Ammoniak-Produktion sowie die Fertigung von Düngern ist ohne die Portfolio-Effekte ebenfalls bis zu 12 Prozent niedriger ausgefallen.

Laut Yara-Strukturprogramm soll sich das Ebitda bis 2020 um 500 Mio. US-$ verbessern. Allein im 4. Quartal 2018 konnten 355 Mio. US-$ erreicht werden. Weitere Verbesserungspotenziale sind für das erste Halbjahr 2019 geplant. Zur Aktionärsversammlung will der Yara-Aufsichtsrat eine Dividende von 6,50 norwegischen Kronen/Aktie vorschlagen.


Die Aussichten auf dem globalen Harnstoffmarkt bewertet Yara vorsichtig positiv. Wenngleich die Nachfrage nach Stickstoffdünger im laufenden Jahr 2019 sinken werde. Die Implementation neuer Projekte benötige drei bis fünf Jahre. Yara sieht dann wieder Wachstumschancen, wenn sinkende Getreidebestände wieder aufgefüllt werden.

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