Dürrefolgen

Naturschutzflächen illegal gemäht

Foto: Pixabay / Free Photos

Tierhaltende Landwirte stecken bei der Beschaffung von Futter zunehmend in der Klemme. Die Preise steigen und gutes Futter ist rar. In Schleswig Holstein hat sich ein Bauer an Flächen vergriffen, die ihm nicht gehörten.

Im schleswig-holsteinischen Erfde nahe Rendsburg wurden 17 Hektar der Stiftung Naturschutz illegal abgemäht. Es handelt sich dabei um Flächen, die normalerweise nicht zur Nutzung stehen, aufgrund der prekären Versorgungslage der Landwirte und der trockenen Böden jedoch zur Mahd freigegeben wurden. „Dass 'mal etwas gemäht wird, was eigentlich nicht gemäht werden soll, ist nicht unüblich. Es handelt sich dann aber eher um kleinere Stücke. Normalerweise ist dann relativ schnell klar, wer es war. Dann setzt man sich zusammen, schnackt drüber und dann ist es auch gut.“ berichtet Thomas Voigt von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein. Im vorliegenden Fall ist aber unklar, wer die rund 250 Rundballen gemäht hat. Die Stiftung hat deswegen Anzeige wegen Landfriedensbruch und Diebstahl erstattet.

Aufgrund der Witterungsverhältnisse hat die Stiftung zusätzliche 250 ha mehr als üblich zur Mahd freigegeben. Viele der Flächen sind in anderen Jahren aufgrund der Feuchtigkeit nicht mit schwerem Gerät befahrbar. Die Stiftung prüft, welche Flächen bedenkenlos bearbeitet werden dürfen und gibt diese in Jahren der Not auch frei. Die besagte Fläche wurde jedoch ohne Absprache abgemäht. Teile der Fläche wurden einem anderen Tierhalter zugesprochen, der nun auf dem Trockenen sitzt. Ähnliche Fälle fanden im Alstertal und im Dellstedter Raum statt.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats