DVT-Bilanz

Mischfutterabsatz im Norden sinkt

Die Mischfutterwerke in Niedersachsen kämpfen mit einer sinkenden Nachfrage. Der Deutsche Verband Tiernahrung erwartet auch im kommenden Jahr ein schwieriges Geschäft.

Die Teilnahme der Landwirte an der Initiative Tierwohl bekommen die Mischfutterwerke zu spüren. Der Deutsche Verband Tiernahrung erwartet, dass die Produktion von Schweinefutter in diesem Jahr um drei Prozent sinken wird. Auch in den Sparten Legehennen und Rinder rechnet der DVT mit sinkenden Absatzmengen, erklärte Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Baaken am Mittwoch bei einer Pressekonferenz des Verbandes in Münster. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen sei dabei sehr unterschiedlich. So habe der Schweinefutterabsatz im Osten sogar gesteigert werden können, während er im Verbandsgebiet Nord (Niedersachsen und Bremen) überdurchschnittlich gesunken sei.

Als Hauptgrund für den sinkenden Absatz für Schweinefutter sieht Baaken die geringe Belegung in den Ställen von Mästern, die sich an der Initiative Tierwohl beteiligen. Wenn im kommenden Jahr weitere Betriebe in das Programm aufgenommen werden, könnte sich dieser Trend 2019 fortsetzten. Nur in Einzelfällen würden Mäster ihre Ställe leer stehen lassen, weil die Güllesilos voll sind. Auf das Gesamtgeschäft haben Engpässe bei der Wirtschaftsdüngerabgabe bisher keine spürbaren Auswirkungen.


In die aktuelle Prognose sind aus dem Mitgliedsbetrieben Daten der Monate Januar bis Oktober eingeflossen. Einen ähnlich starken Rückgang wie bei Schweinen sieht der DVT beim Legehennenfutter, wo nach Jahren des Wachstums „ein Plateau erreicht“ sei, so Baaken. Beim Rinderfutter zeigt die Tendenz ebenfalls nach unten. Verantwortlich für die kleineren Absatzmengen seien die geschrumpften Milchkuhbestände. In der Mastgeflügelhaltung könne der Verbrauch dagegen auf dem aktuellen Niveau gehalten werden.

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