Ernährungstrends

Landwirte sehen mehr Chancen als Risiken

Laut Rentenbank haben bereits 37 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe auf aktuelle Ernährungstrends reagiert.
Foto: Rentenbank
Laut Rentenbank haben bereits 37 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe auf aktuelle Ernährungstrends reagiert.

Die Essgewohnheiten der Deutschen ändern sich. Eine Studie der Rentenbank untersucht Konsequenzen für den Agrarsektor.

„Du bist, was Du isst!“ – Immer mehr Menschen machen heute Nahrungsmittel und ihren Konsum zu einem wichtigen Aspekt ihres individuellen Lebensentwurfs. Gleichzeitig haben die Verbraucher die Qual der Wahl aus einer historisch beispiellosen Vielfalt an Produkten.

Am Markt haben sich verschiedene Ernährungstrends etabliert, von Bio und Regional über Slow- und Fast Food bis hin zu „Clean Eating“, „Super Food“ mit ganz besonderen Eigenschaften oder „Novel Food“ wie Algen oder Insekten. Diese Trends hat die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum in ihrer aktuellen Studie „Agrar Spezial“ untersucht.

„Heute möchten viele Menschen ihre Ernährung mit ihrem individuellen Wertesystem in Einklang bringen. Die Folge ist eine Vielzahl unterschiedlicher Ernährungs-Trends“, so Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank, anlässlich der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Frankfurt. Neue Entwicklungen würden Risiken, aber auch Chancen bergen, sowohl für die Betriebe der Agrar- und Ernährungswirtschaft als auch für ihre Finanzierung. Deshalb sei es wichtig, entsprechende Entwicklungen der Märkte genau zu analysieren.

„Sowohl Landwirte als auch Verbraucher sind davon überzeugt, dass zumindest einige der neuen Trends auch auf Dauer Bestand haben werden. Und obwohl mit der Anpassung an sich schnell verändernde oder ganz neu entstehende Märkte teils hohe Investitionen verbunden sind, sehen die von uns befragten Landwirte in diesen neuen Entwicklungen insgesamt deutlich mehr Chancen als Risiken“, führte Reinhardt aus. Die Chancen überwiegen für 40 Prozent der befragten Landwirte, die Risiken sehen nur 28 Prozent. Die Mehrheit der Betriebe habe der Studie zufolge Anpassungen an diese Trends sogar bereits vorgenommen (37 Prozent) oder dies geplant (25 Prozent).

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