Erneuerbare Energien

EEG-Strom erreicht Halbjahresrekord


Der Anteil regenerativen Quellen an der Deckung des bundesweiten Stromverbrauchs hat im ersten Halbjahr 2019 erstmals bei 44 Prozent gelegen. 


Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor. Im Vorjahreszeitraum lag der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch auf 39 Prozent.

Laut den Berechnungen der Verbände steuerten die Biomasseerzeuger gut 23 Mrd. kWh bei,  etwa 8 Prozent des Stromverbrauchs. Erneut größter Ökostromerzeuger mit 55,8 Mrd. kWh war die Windkraft an Land,hrend Photov wäoltaik-(PV)-Anlagen rund 24 Mrd. kWh lieferten. 

BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer wertete den „Ökostromrekord“ als eine erfreuliche Momentaufnahme, die aber nicht über tieferliegende strukturelle Probleme hinwegtäuschen dürfe. Er forderte eine Beseitigung bestehender Hemmnisse, um das für den Klimaschutz notwendige 65 Prozent-Ziel der Bundesregierung zu erreichen. Dazu zählt Kapferer die Flächenbeschränkungen für PV- und Windkraftanlagen an Land sowie die Ausbaudeckel für Offshore-Windkraftanlagen und PV außerhalb des Ausschreibungsregimes.

Solarbranche ruft zum Handeln auf

Höchste Zeit zum Handeln sieht auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), Carsten Körnig. Davon dürfe der Solarstromrekord nicht ablenken. Nach Körnigs Einschätzung kann die Bundesregierung ihre Klimaziele nur mit der Vervielfachung der Solarenergie erreichen, nicht aber mit einer bevorstehenden „Vollbremsung“ beim Ausbau. 

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