Erneuerbare Energien

Solarworld ist wieder einmal pleite


Die Solar World Industries GmbH hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die  abermalige Pleite wird mit gesunkenen Preisen und dem wegfallenden Schutz vor Billigimporten erklärt.

Die Solar World Industries GmbH hat erneut vor dem Amtsgericht Bonn einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Christoph Niering aus Köln wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt. Die Pleite begründet das Unternehmen mit gesunkenen Preisen für Solar Paneele und dem geplanten Auslauf von Schutzzöllen für Billigimporte vor allem aus China.

Firmengründer Frank Asbeck sieht auch jetzt keine Fehler bei der Geschäftsführung. Dabei hat er Erfahrungen mit Pleiten. Bereits 2013 stand das einstige Vorzeigeunternehmen der deutschen Solarindustrie kurz vor dem Aus. Nach sechs verlustreichen Jahren hatte die damalige Solarworld AG mit etwa 3.300 Mitarbeitern schließlich 2017 Insolvenz angemeldet. Danach konnte Asbeck mit Geld aus Katar noch Unternehmensteile aus der Insolvenzmasse herauskaufen und als Solarworld Industries GmbH neu starten. Der Kaufpreis bestand allerdings hauptsächlich aus der Übernahme von Verbindlichkeiten der insolventen Tochtergesellschaften. Für Insider zeichnete sich rasch ab, dass diese Unternehmenskonstruktion nicht sehr lange Bestand haben wird. Betroffen sind nun vor allem die Produktionsstätten in Freiberg/Sachsen und in Arnstadt/Thüringen mit etwa 600 Mitarbeitern. In Bonn ist nach wie vor die Verwaltungszentrale.


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