Ernte 2019

Silomaisernte neigt sich dem Ende


Die Silomaisernte verlief für viele Landwirte nicht zufriedenstellend.
Foto: Saatbau Linz
Die Silomaisernte verlief für viele Landwirte nicht zufriedenstellend.

Die Nachfrage nach Silomais in Deutschland bleibt besonders vor dem Hintergrund der schlechten letztjährigen Ernte hoch. Die Silomaiserträge stellen erneut nicht zufrieden.

„Es dürften auch wieder Flächen, die in anderen Jahren zur Körnermaisproduktion genutzt wurden, als Silomais geerntet werden“, sagt Bernhard Chilla, Marktanalyst bei der Agravis Raiffeisen AG. Chilla rechnet damit, dass die Silomaisernte im Agravis-Arbeitsgebiet in den kommenden Tagen abgeschlossen sein wird – und damit wieder deutlich früher als im langjährigen Durchschnitt. Die Ernte begann wie im Vorjahr in einzelnen Regionen schon im August.

Wie 2018 wurden Maisbestände, vor allem auf leichten Standorten, aufgrund der überdurchschnittlich warmen und trockenen Wetterlage notreif. „Aber nicht nur wegen deswegen begann die Silomaisernte früh. Auch die Vorräte aus der sehr niedrigen Ernte 2018 reichten bei vielen Biogas- und Milchviehbetrieben nicht bis zum Anschluss zu der neuen Ernte aus“, so Chilla. Daher mussten bereits im August gut entwickelte Maisbestände, die noch nicht vollständig abgreift waren, gehäckselt werden.


Vor diesem Hintergrund bleiben die Silomaiserträge in diesem Jahr sehr breit gestreut: kaum Massenerträge bei den notreifen Beständen, dagegen teilweise sehr gute Erträge auf den Flächen, die im August ausreichenden Niederschlag hatten. „Insgesamt sollte die Silomaisernte in Deutschland unter dem langjährigen Mittel liegen“, prognostiziert Chilla. Bessere Ernten werden damit in vielen Regionen Deutschlands im Jahr 2020 wichtig werden, um wieder Silomaisvorräte auf den landwirtschaftlichen Betrieben aufzubauen.

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