EU-Japan-Abkommen

Chancen für den EU-Agrarsektor


Die EU und Japan unterschreiben in Tokio ein Handelsabkommen (JEFTA). Von dem Abbau der Zölle soll vor allem der europäische Agrarsektor profitieren.

„Eine gute Nachricht für die Landwirtschaft in der EU“, verkündetet EU-Kommissionpräsident Jean- Claude Juncker bei der Unterzeichnung des Vertrags. Vor allem der Exporteure von Käse und Wein bekämen neue Möglichkeiten durch das Abkommen auf dem japanischen Markt. Außerdem würden 200 geografische Ursprungsbezeichnungen der EU zukünftig von Japan geschützt. Japan und die EU lägen geografisch weit auseinander, ergänzte EU-Ratspräsident Donald Tusk, aber politisch lägen sie eng beieinander. Japan und die EU würden mit ihrem Abkommen ein Zeichen gegen den Protektionismus setzen, betonte Tusk.

Erleichterungen ab Ende 2019

87 Prozent des Agrarhandels zwischen der EU und Japan werden von Zöllen durch JEFTA befreit, teilt die EU-Kommission mit. Allerdings sollen erst im November 2019 die Zollerleichterungen in Kraft treten. Verarbeitetes Schweinefleisch darf zollfrei nach Japan geliefert werden, für frisches Schweinefleisch soll der Zollsatz nahe Null liegen. Für jährlich 50.000 t Rindfleisch aus der EU werden die Einfuhrzölle innerhalb von 15 Jahren von 38,5 Prozent auf 9 Prozent vermindert. Für Hartkäse wie Gouda und Cheddar wird ein zollfreies Einfuhrkontingent für 31.000 t eingerichtet. Kleinere Einfuhrkontingente gibt es zudem für Butter, Magermilchpulver, Stärke und Malz.

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