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Der europäische Schlachtschweinemarkt steht unter Druck. Fast alle Notierungen geben mehr oder weniger deutlich nach. Die Schlachtunternehmen geben Hauspreise aus.

Über die Grenzen hinweg ist der Markt für Schlachtschweine von einem umfangreichen Lebendangebot geprägt, meldet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Sowohl Stückzahlen als auch Schlachtgewichte seien hoch und drängten. Für zusätzlichen Druck sorgten drei große Schlachtunternehmen in Deutschland, die den Preisrückgang der deutschen Notierung nicht akzeptieren und eigene Hauspreise zahlen. Das verschärfte die Verunsicherung der Marktteilnehmer in Europa, so die ISN.

Die Notierungsrückgänge reichen von minus 1 Cent in Spanien bis zu minus 7 Cent in den Niederlanden. Durch die Preisrückgänge in unterschiedlichen Höhen verändert sich auch die Rangreihenfolge im europäischen Preisgefüge der fünf größten schweinehaltenden Mitgliedsländer. Die spanische Notierung ist wieder an der Spitze und Dänemark rutscht hinter Frankreich auf Rang 3. Die Differenz der Notierungen zwischen Deutschland auf Rang 4 und dem Schlusslicht Niederlande stieg von 6,5 Cent auf 10,6 Cent an.

Das präge auch die Lage auf dem deutschen Schlachtschweinemarkt, der zum Wochenanfang stark verunsichert bleibe, so die ISN. Für die Marktteilnehmer bleibt die größte Herausforderung, die Angebotsüberhänge abzuarbeiten. Nach aktuellem Stand der ISN halten Schlachtunternehmen Tönnies, Westfleisch und Danish Crown an ihren Hauspreisen fest.

 

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