Eurochem

Kaliprojekt mit Hindernissen


Der russische Düngerhersteller Eurochem hat im Geschäftsjahr 2017 weniger verkauft. Hinzu kommen ungünstige Wechselkursschwankungen.

Die Eurochem Group mit Sitz in Zug in der Schweiz meldete für das Gesamtjahr 2017 einen Umsatzanstieg um elf Prozent auf 4,87 Mrd. US-$. Höhere Preise für Düngemittel und Eisenerz sowie Dritthandelsumsätze trieben das Wachstum. Diese Entwicklung wurde jedoch durch die Aufwertung des russischen Rubels gegenüber dem US-Dollar gemildert, heißt es im Geschäftsbericht. Ferner dämpfte der Absatzrückgang von Düngemitteln und Bergbauprodukten trotz des Umsatzwachstums das Ebitda. Es blieb mit 1,13 Mrd. US-$ auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Verkaufsvolumen von Düngemitteln 2017 einschließlich Bergbauprodukte ging um zwei Prozent zurück, da Engpässe im Schienenverkehr die Auslieferungen von Eisenerz nach China bremsten. Eurochem produzierte im Jahr 2017 rund 10,6 Mio. t Düngemittel. „In einem wieder ausgeglichenen, aber anspruchsvolleren Marktumfeld blieb unsere Leistung konstant", sagte Dmitry Strezhnev, CEO von Eurochem. Allerdings sei der Anteil der Verkäufe auf den Kernmärkten EU, Russland und andere Ost-Staaten um 3 auf 59 Prozent leicht gesunken.

Der Konzern betreibt Kaliminien in Russland und Kasachstan. Zwei weitere Kaliprojekte in der Region Wolgagrad sowie in der Perm-Region sind in der Fertigstellung. Im Dezember 2017 verzögerte ein Brand  die Inbetriebnahme der Usolskiy-Kalimine in der Perm-Region. Eurochem will nun Anfang März die Anlage anfahren. Die Produktionsziele für Usolskiy für 2018 liegen bei etwa 450.000 t Kali. Der Beginn der zweiten Ausbaustufe ist für Mitte des Jahres geplant. Die Gesamtkapazität beträgt im Endausbau 2,3 Mio. t Kali.

Feste Preise im Frühjahr

Eurochem geht in seinem Ausblick von einer festeren Preistendenz bei Düngern aus. Auf den Hauptmärkten dürfte der Verbrauch von Stickstoffdüngern zulegen. Die Harnstoffproduktion in China ist durch hohe Energiekosten begrenzt. Relativ niedrige Lagerbestände von Phosphatdüngern könnten Spielraum für Nachfragesteigerungen bieten, um die Preise zu erhöhen. Die Kalipreise dürften durch die Produktionskürzungen stabil bleiben. Jedoch könnte ein steigendes Angebot auf wichtigen Märkten eine Preissteigerung begrenzen.

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