Europa

Landwirtschaft wächst um mehr als 6 Prozent


Die landwirtschaftliche Erzeugung steigt in der EU um 6,2 Prozent an. Frankreich bleibt dabei das wichtigste Agrarland. Estland legte am stärksten zu.

Im Jahr 2017 hat die Landwirtschaft in der Europäischen Union einen Wert von 432,6 Mrd. € erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2016 entspricht das einer Steigerung der Erzeugung zu Herstellungspreisen um 6,2 Prozent, teilt das statistische Amt der EU, Eurostat, mit. Frankreich führt mit 72,6 Mrd. € oder 17 Prozent des EU-Gesamtwertes die Liste an. Darauf folgen Deutschland mit 56,2 Mrd. € und Italien mit 55,1 Mrd. €.

Gegenüber 2016 stieg der Wert der Agrarproduktion in fast allen EU-Mitgliedstaaten an. Der höchste Anstieg der landwirtschaftlichen Erzeugung findet in Estland mit plus 18 Prozent statt. Darauf folgen Irland, Rumänien und das Vereinigte Königreich. In den Mitgliedstaaten mit der höchsten gesamten Agrarproduktion wurden folgende Zuwächse registriert: 8,6 Prozent in Deutschland, 3,2 Prozent in Frankreich und 2,2 Prozent in Italien.

Vorleistungen machen mehr als die Hälfte aus
Die Ausgaben für Vorleistungen betrugen 244,1 Mrd. €. Das sind 56 Prozent des Werts der landwirtschaftlichen Erzeugung. Die Bruttowertschöpfung, also der Wert der Erzeugung abzüglich des Werts der Vorleistungen macht mit 44 Prozent 188,5 Mrd. € aus.

Der Anstieg ist laut Eurostat hauptsächlich auf eine Zunahme in der Tierproduktion  zurückzuführen. Das liegt allerdings fast ausschließlich an einem Anstieg der Preise. Der Wert der Pflanzenproduktion nahm in der EU um 3,6 Prozent zu, wobei die Menge um 1,7 und die Preise um 1,9 Prozent nach oben zeigten. 

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