Extremwetterschäden

Neues Vorwarnsystem per Handy-App


Extreme Wetterereignisse verursachen erhebliche Schäden in der Landwirtschaft. Eine neue Handy-App soll helfen.

Lange Trockenheit, Starkregenereignisse, Hagelschauer, Kahl- und Spätfrost sind leider keine Seltenheit mehr. Forscher am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) untersuchen daher in einem neuen Projekt, inwieweit sich derartige Extremwetterereignisse besser vorhersehen und damit Schäden verhindern oder begrenzen lassen.

Ziel des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projektes ist die Entwicklung eines Extremwettermonitorings und Risikoabschätzungssytems (EMRA). Hierzu sollen in einem ersten Schritt konkrete Risiken für die Landwirtschaft, wie etwa Ernteausfälle oder Bodenerosion, durch die systematische Erfassung tatsächlich aufgetretener Extremwetterereignisse sowie deren Schäden analysiert und so besser beurteilt werden. 

Anhand zweier Modellregionen und Kulturen, „Apfel im Alten Land“ und „Winterweizen in der Uckermark“, entsteht während des dreijährigen Projektes ein System, das durch praktische Entscheidungshilfen beim kurz- bis langfristigen Extremwetter-Management berät. „Ein wichtiger Baustein ist hier die Entwicklung geeigneter Kommunikationswege“, so Dr. Detlef Deumlich, Diplom-Agraringenieur am ZALF. „Daher soll neben einer Internetplattform auch eine App für mobile Endgeräte entwickelt werden, die Akteure in der Landwirtschaft und im Obstanbau bei ihren täglichen Entscheidungen unterstützt.“

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