FAO-Bericht

Preise für Lebensmittel am Weltmarkt sinken


Die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel haben im Juli erneut nachgegeben. Hintergrund sind die sinkenden Milchpreise. 

Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heute in Rom mitteilte, gab der von ihr berechnete Preisindex über alle betrachteten Warengruppen hinweg gegenüber Juni um 1,1 Porzent auf 170,9 Punkte nach; allerdings wurde damit das Vorjahresniveau um 2,3 Prozent übertroffen.

Zurückzuführen sei die jüngste Entwicklung der FAO zufolge vor allem auf den Rückgang der Preise am globalen Milchmarkt. Der entsprechende Teilindex verringerte sich gegenüber dem Vormonat um 2,9 Prozent auf 193,5 Punkte. Dabei hätten sich die zugrundeliegenden Produkte bis auf Magermilchpulver verbilligt, wobei die Abschläge für Butter und Käse am stärksten gewesen seien, so die Organisation. 

Auch der Index für Getreide rutschte ab, um 2,7 Prozent auf 168,6 Punkte. Als Grund wurde die Verbilligung von Weizen und Mais angegeben, insbesondere als Folge des umfangreichen Exportangebots am Weltmarkt.

Bei Zucker ging der Unterindex um 0,6 Prozent auf 182,2 Punkte zurück. Laut FAO sorgten dafür die besseren Aussichten für die Zuckerrohrerträge in Indien, dem weltgrößten Zuckererzeuger. Gebremst worden sei die Verbilligung des Zuckers indes durch die Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar, was die Zuckerexporte des südamerikanischen Landes begrenzen dürfte.

Dagegen verteuerten sich die internationalen Notierungen für Pflanzenöle; der Subindex konnte sich nach den Berechnungen der Experten in Rom von seinem im Vormonat erreichten bisherigen Jahrestief um 0,8 Prozent auf 126,5 Punkte nach oben absetzen. Maßgeblich dafür seien höhere Preise für Soja- und Sonnenblumenöl gewesen, die die Abschläge für Palmöl mehr als ausgeglichen hätten. Seit Jahresbeginn im Aufwind ist der Index für die globalen Fleischpreise, der im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent auf 176,2 Punkte zulegte. 

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