FAO

Importkosten für Nahrung steigen

Die Kosten für die globalen Einfuhren von Nahrungsmitteln dürften 2017 im Vorjahresvergleich steigen. Dabei sind die Preise für diese Warengruppe im Durchschnitt stabil geblieben. Das geht aus dem Food Outlook Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hervor.

So zeigt der heute veröffentlichte Bericht, dass sich für das laufende Jahr globale Importausgaben von insgesamt 1.413 Mrd $ abzeichen. Das wäre im Vergleich zu 2016 ein Zuwachs von 6 Prozent und der zweithöchste Betrag aller Zeiten. Besonders hoch ist die Dynamik bei den Einfuhrausgaben für Fleisch, die sich nach Ansicht der Experten um 22 Prozent auf den Rekord von 176 Mrd. $ erhöhen dürften.

Die FAO begründet ihre Prognosen vor allem mit der gestiegenen internationalen Nachfrage nach Lebensmitteln und der Verteuerung der Frachtraten. Besonders besorgniserregend ist der Organisation zufolge allerdings die voraussichtlich kräftige Erhöhung der Einfuhrausgaben der am wenigsten entwickelten Länder und der Länder mit niedrigem Einkommen und einem Nahrungsmitteldefizit. Für diese Staaten wird mit einer Steigerung der Anforderungen im zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Laut FAO heißt das aber nicht, dass diese Länder dadurch unbedingt mehr Lebensmittel einführen. Für sie seien lediglich die Importkosten gestiegen.

Was die globale Versorgung mit Agrarprodukten angeht, seien die Lager sehr gut gefüllt. Die Ernteprognosen seien vielversprechend.

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