Firmenstrategie

Ekotechnika setzt auf Smart Farming


Das Unternehmen baut ein neues Geschäftsfeld auf. In Russland wird ein großes Potenzial erwartet.

Die Ekotechnika AG, deutsche Holding des größten Händlers internationaler Landtechnik in Russland, der Ekoniva-Technika-Gruppe, baut derzeit mit Smart Farming ein neues Geschäftsfeld auf. Es soll die Kundenbindung stärken und die Gesellschaft optimal für die digitalisierte Zukunft aufstellen. Nach sehr erfolgreichen Feldtests in Zusammenarbeit mit John Deere wird Ekotechnika seinen Kunden zusätzlich zum Verkauf von Landtechnik und dem Ersatzteilgeschäft künftig auch Beratungen, Trainings und Services rund um Smart Farming anbieten, teilte das Unternehmen mit.


Mit jährlich 12 Prozent weltweitem Wachstum weise der Markt für Digitalisierung in der Landwirtschaft derzeit eine starke Dynamik auf. Nach Einschätzung der Investmentbank Goldman Sachs soll das Marktpotenzial in diesem Segment bis 2050 bei rund 240 Mrd. US-$ liegen, stellt Ekotechnika heraus. Gerade Russland spiele in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle. Aufgrund der enormen Ausmaße der Felder im flächenmäßig größten Land der Welt biete sich gerade hier deutliches Potenzial für Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Um die heimische Digitalisierung zu unterstützen, fördert die russische Regierung mit dem Programm „Digitalisierung der Landwirtschaft“ ab 2019 die Anwendung von IT-Lösungen auf den Feldern, betont das Unternehmen.

Diese Chance möchte die Ekotechnika AG ergreifen und startete deshalb bereits in der Saison 2017/18 im Gebiet Woronesch gemeinsam mit John Deere das Projekt „Lead Farms“. Unter realen Bedingungen werden die neuesten Smart Farming Technologien auf einer Gesamtfläche von knapp 1.000 ha getestet. Für Winterweizen, Körnermais und Sojabohnen wurden auf mehreren Feldern, angepasst an die Bodenbeschaffenheit, variable Aussaat- und Düngungsverfahren eingesetzt – mit vielversprechenden Ergebnissen. So konnte zum Beispiel beim Winterweizen bei gleichem Ertrag Düngemittel gegenüber der herkömmlichen Standarddüngung eingespart werden.

In der kommenden Saison sollen die bisherigen Tests des Projekts „Lead Farms“ auf einer größeren Fläche von rund 30.000 ha mit verbesserter Datenerfassung und -qualität ausgeweitet werden. Durch den Einsatz von modernsten Techniken wie N-Sensoren, Drohnen, Ertragskarten, Satelliten und Bodenscannern können Böden detailliert analysiert werden und auf diese Weise sowohl die Aussaat als auch die Düngung je nach Bodenqualität bedarfsgerecht angepasst werden.

 

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats