Fitness-Check

Agrarhändler geprüft auf Wetterfestigkeit


Grafik: Bearbeitung az / Pixabay

Sind die privaten und genossenschaftlichen Agrarhändler fit für den immer härteren Wettbewerb um Marktanteile und ohnehin schon enge Margen? Dieser Frage geht die agrarzeitung (az) nach im "Fitness-Check Agrarhandel".

„Der Ton wird rauer.“ So beschrieb kürzlich ein Teilnehmer die Stimmung am deutschen Kassamarkt. Zwar ist der Strukturwandel im Agrarhandel kein neues Phänomen. Doch hat der Kampf um enge Margen und Marktanteile an Schärfe gewonnen. Beispiele aus den vergangenen Jahren sind die Komplettübernahme der Hamburger Alfred C. Toepfer International GmbH durch den US-Konzern ADM oder die Insolvenz des traditionsreichen Handelshauses Mackprang Anfang dieses Jahres. Neben diesen Großereignissen schreitet der Strukturwandel geräuschloser voran durch Standortschließungen, Kooperationen von Wettbewerbern oder Übernahmen kleinerer Spieler durch größere. 

Wie die Hauptgenossenschaften und Schwergewichte des privaten Agrarhandels sich für diesen scharfen Wettbewerb wetterfest machen, ist die zentrale Frage. Die Redaktion der agrarzeitung (az) hat die fünf Hauptgenossenschaften und vier wichtige private Händler im Fitness-Check Agrarhandel unter die Lupe genommen. Mit Unterstützung von Branchenkennern wurden die Händler in den vier Kategorien „Ausgangslage“, „Strategie“, „Digitalisierungskonzept“ und „Attraktivität als Arbeitgeber“ geprüft.

Sterne von "1" bis "5"

Als Basis der Analyse diente das Jahr 2017, für das aktuell die weit überwiegende Zahl der Unternehmen Geschäftszahlen bereitstellt. In den vier Kategorien wurden die Unternehmen mit Sternen von 1 bis 5 evaluiert, wobei die „1“ die niedrigste und die „5“ die höchste Bewertung darstellt. Das Bild, das sich daraus ergeben hat, ist – passend zur unterschiedlichen Größe und Ausrichtung der Unternehmen – durchaus bunt. Es gibt keinen „Sieger“ über alle Kategorien: Wer auf der einen Seite eine eher defensive Expansionsstrategie fährt, kann auf der anderen Seite durch ein kluges Digitalisierungskonzept überzeugen. Zudem reflektiert der Fitness-Check, dass Größe nicht alles ist, denn auch kleinere Player erhalten durchaus ansehnliche Bewertungen.

Der Fitness-Check bietet in einem schwierigen Marktumfeld eine Art Positionsbestimmung. Die aktuelle Saison 2018/19 gilt als besonders herausfordernd. Während die Getreidepreise hoch sind, bedeuten fehlende Erntemengen, dass nicht jeder Vorkontrakt wie vereinbart erfüllt werden kann. Und hohe Preise können je nach Positionierung Fluch und Segen zugleich sein.

Hier lesen Sie den kompletten Fitness-Check Agrarhandel:  Fitness-Check Agrarhandel

Fitness-Check Agrarhandel: Genossen und Private unter der Lupe


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