Flächenschätzung

Polens Rapsfläche wächst


In Polen ist die Anbaufläche für Raps kräftig ausgedehnt worden. Ein Grund ist auch ein lockerer Umgang mit Pflanzenschutzmitteln.

Der nationale Verband der Rapsproduzenten (KZPRiRB) schätzt, dass in Polen die Aussaat von Winterraps zur Ernte 2019 den Umfang von 900.000 ha übersteigen wird. Wie das Internetportal farmer.pl weiter berichtet, wäre die geschätzte Fläche von mehr als 900.000 ha nicht nur deutlich größer als im Vorjahr, sondern auch umfangreicher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Zur Ernte 2018 waren rund 800.000 ha ausgesät worden. Der Fünfjahresdurchschnitt beträgt etwa 820.000 ha.

Polnische Landwirte haben Vorteil im Pflanzenschutz

Als einen Grund für die Flächenausdehnung nennt ein Sprecher des Verbandes die polnische Ausnahmeregelung, das Rapssaatgut noch mit Neonicotinoiden beizen zu dürfen.
Außerdem hat die frühe Getreideernte ausreichend Zeit für die Rapsaussaat gelassen. Wenngleich es in Polen 2018 auch viel zu trocken war, gab es im August einige günstige Niederschläge. Doch nicht alle Regionen haben profitiert. So berichtet der KZPRiRB-Sprecher, dass der Raps in den Trockenregionen im Nordwesten Polens – vor allem in den Wojewodschaften, die an Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg angrenzen – sehr schlecht aufgelaufen ist.

In den Trockengebieten Polens ist der Raps nicht immer gut aufgelaufen. Von größeren Umbrüchen wird aber nicht berichtet.
Foto: Archiv
In den Trockengebieten Polens ist der Raps nicht immer gut aufgelaufen. Von größeren Umbrüchen wird aber nicht berichtet.
Umfangreichere Umbrüche soll es jedoch nicht gegeben haben. In anderen Regionen im Osten Polens dagegen sind die Rapspflanzen nach der frühen Aussaat viel zu weit entwickelt. Dort müssen Landwirte Wachstumsregler einsetzen.

 

 

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