Fleischerzeugung

Verbrauch in Deutschland stabil


Rasant ist lediglich der Anstieg beim Verbrauch von Geflügelfleisch.
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Rasant ist lediglich der Anstieg beim Verbrauch von Geflügelfleisch.

Der Fleischverbrauch in Deutschland entwickelt sich konstant. Verschiebungen ergeben sich in den Segmenten. Vesonders der Geflkügelmarkt erlebt einen positiven Trend.

Gut 7 Mio. t Fleisch werden in Deutschland pro Jahr verbraucht. Dabei zeigt die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren einen sehr konstanten Verlauf, heißt es in einem aktuell vom Thünen-Institut (TI) in Braunschweig vorgelegten Bericht zur Nutztierhaltung und Fleischproduktion. Die jüngste Auswertung für das Jahr 2018 zeige im Vergleich zum Vorjahr sogar wieder einen leichten Anstieg.

Eine besonders rasante Zunahme im Verbrauch wird dabei für das Segment Geflügelfleisch verzeichnet. Mit einer Schlachtmenge von 1,6 Mio. t im Jahr 2018 liegt es quantitativ sogar vor dem Rindfleisch, für welches im gleichen Jahr eine Menge von rund 1,1 Mio. t ausgewiesen wird. Noch 1999 belief sich die Geflügelproduktion auf lediglich auf 0,72 Mio. t.

Die Zahlen für den Pro-Kopf-Verbrauch belegen eindeutige Trends im Verbraucherverhalten. Großer Gewinner ist das Geflügelfleisch mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von mehr als 22 kg im Jahr 2018, dies entspricht einer Steigerung von 60 bis 70 Prozent im Vergleich zum Jahr 1998. Dabei bleibt Deutschland auf Importe von Geflügelfleisch angewiesen. Denn der Gesamtverbrauch pro Jahr betrug 2018 rund 1,8 Mio. t. In der inländischen Erzeugung entfallen knapp 80 Prozent auf Masthähnchen, auf Puten und sonstiges Geflügel somit etwa 20 Prozent.

Schweinefleisch-Markt rückläufig

Bedeutendste Fleischart bleibt nach wie vor das Schweinefleisch, wenngleich sich der Pro-Kopf-Verbrauch anhaltend leicht rückläufig entwickelt. Lag dieser im Jahr 1998 noch bei 56,5 kg, so ist er kontinuierlich auf zuletzt für das Jahr 2018 ermittelte 49,5 kg gesunken.

Die in den vergangenen Jahren seit 1998 registrierte sehr dynamische Ausweitung der Schweinefleischproduktion hat ganz offensichtlich ihren Höhepunkt überschritten. Von ehemals 3,8 Mio. t im Jahr 1998 stieg die Schlachtmenge in Deutschland auf 5,6 Mio. t im Jahr 2016. Seitdem sinkt diese Zahl kontinuierlich auf zuletzt 5,3 Mio. t im vergangenen Jahr, entsprechend einer Zahl von 58 Mio. Schlachtschweinen. Seit 2005 ist Deutschland Nettoexporteur von Schweinefleisch und gilt neben Spanien und den USA als eines der weltweit größten Ausfuhrländer, heißt es im Bericht des TI. Dabei sei der Gesamtexport im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr gesunken; er entsprach bei einer Menge von 2,4 Mio. t einem Warenwert von rund 4,5 Mrd. €. Gleichzeitig gehen auch die Importmengen zurück, der Warenwert der Einfuhren entsprach 2018 rund 1,7 Mrd. €.

Klarer Trend zum Großbetrieb

Die Einfuhren stammen im Wesentlichen aus den Ländern Dänemark, Belgien sowie den Niederlanden. Unter den Ferkelerzeugern zeichnen sich deutliche Veränderungen ab. Rund 7 400 Betriebe mit 1,8 Mio. Zuchtsauen wurden zuletzt im Mai 2019 gezählt. Dies entspricht einem Rückgang der Tierzahl von etwa 30 Prozent in den vergangenen 15 Jahren. Während der durchschnittliche Bestand an Zuchtsauen in Deutschland bei 244 Tieren pro Betrieb liegt, stehen fast 60 Prozent aller Tiere in Beständen mit mehr als 2 000 Sauen.

Dies ist die gekürzte Version eines Artikels aus der Agrarzeitung 44/2019, Seite 9. Wenn Sie den gesamten Text lesen möchten, können Sie ein vierwöchiges kostenloses Probeabo für die Agrarzeitung und agrarzeitung.de abschließen. Abonnenten finden den kompletten Artikel hier: Jetzt im E-Paper lesen  

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