Fleischindustrie

Schöner Wohnen bei Tönnies

Fotos: Tönnies

Der massive Coronaausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat auch die Wohnsitutaion der Leiharbeiter in den Fokus gerückt. Nun stellt Tönnies sein Wohnraumkonzept für Mitarbeiter vor.

Zum 1. Januar 2021 will Tönnies in den Kernbereichen der Produktion nur noch direkt beim Unternehmen angestellte Mitarbeiter beschäftigen. Diese sollen auch angemessenen Wohnraum erhalten. Vor allem für die rund 30 Prozent Leiharbeiter, die in teils verwahrlosten Unterkünften von Werkvertragsunternehmen derzeit wohnen, will Tönnies nun eigene Wohneinheiten schaffen und zur Verfügung stellen. "Werkvertragsarbeitnehmer, die in Zukunft fest beim Unternehmen angestellt werden, sollen günstige und gut ausgestattete Wohnungen nach einem festen Standard zur Verfügung gestellt bekommen", kündigte Daniel Nottbrock, Geschäftsführer der Tönnies Holding, am Montag an. „Wir wollen die Menschen langfristig an unser Unternehmen binden. Und der erste Schlüssel dafür sind gut ausgestattete Wohneinheiten zu ortsüblichen, marktüblichen Mietpreisen.“

Werkvertragsarbeiter: Schöner Wohnen bei Tönnies



Als Blaupause sollen Studenten-Wohnheime in Lemgo (Kreis Lippe) dienen. Die entsprechenden Pläne hat das Unternehmen am Dienstag bei einem Pressegespräch präsentiert. Den Standard der Studenten-Wohnheime in Lemgo will das Unternehmen nun auch den Beschäftigten durch Neubauten in den Kommunen der Region bieten.

Im Gesamtkonzept setzt Tönnies auf drei Stufen: Single-Wohnungen, Paar-Apartments und Mehr-Zimmer-Einheiten. Nottbrock hofft, dass schon in Kürze in den Städten die ersten Projekte umgesetzt werden können.  Je nach Bauland beträgt die Warmmiete der Paarwohnungen zwischen 400 bis 450 €/Wohnung, also rund 200 bis 225 €/Person. Die Single-Wohnungen verfügen über rund 16 qm. Die Miete beträgt rund 300 € warm, jeweils mit eigenem Bad und Küchenzeile, voll möbliert sowie mit Elektrogeräten ausgestattet.

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Hinzu kommen in jedem Haus für alle Mieter offene Gemeinschaftsräume, ausgestattet je nach Ausrichtung mit Kicker oder anderen Freizeitmöglichkeiten, sowie Waschküche und Keller. Inklusive sind zudem wöchentliche Reinigungen der Gemeinschaftsflächen und Hausverwaltungsdienste. Um die Neubau-Pläne schnell umzusetzen, hat das Unternehmen in diesen Tagen Kontakt zu Kommunen in der Region aufgenommen und bereits 21 Bürgermeister direkt angeschrieben. „Wir haben das fertige Konzept und können einen Bauantrag innerhalb von 14 Tagen stellen", sagt Nottbrock. Wichtig für die Lage sei die Nähe zu Supermärkten und die Nähe zum Arbeitsplatz. Dadurch könne auch der Transport zum Unternehmen effektiver und gebündelter gestaltet werden.

 

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