Die Marktbedingungen bleiben für die Unternehmen der deutschen Fleischwarenindustrie bedrohlich.
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Die Marktbedingungen bleiben für die Unternehmen der deutschen Fleischwarenindustrie bedrohlich.

Hohe Preise für Schweinefleisch fordern die Hersteller von Fleischwaren und Wurst. Zudem schwächelt der Konsum der privaten Haushalte weiter, wogegen der Außer-Haus-Verzehr steigt.

Schweinefleisch hat sich nach einer über Monate stabilen Marktsituation ab Mitte März innerhalb von kurzer Zeit um rund 30 Prozent verteuert, Verarbeitungsteilstücke sogar deutlich stärker. Als Hintergrund verweist der BVDF auch auf den Abbau der Schweinebestände in China, dem weltweit größten Produzenten von Schweinefleisch, und die damit verbundene deutlich gestiegene Nachfrage Chinas auf dem Weltmarkt. Gleichzeitig gingen die Schlachtungen in nahezu allen europäischen Ländern zurück, sodass mit einer Entspannung der Marktlage zunächst nicht zu rechnen sei. Eine ähnliche Situation habe bereits vor zwei Jahren in der von mittelständischen Familienunternehmen geprägten Branche zu Insolvenzen und Übernahmen geführt, zeigt sich der Branchenverband besorgt.



Der Konsum der privaten Haushalte zeigt sich anhaltend rückläufig, wie der BVDF unter Berufung auf Daten der AMI berichtet: Im ersten Quartal des laufenden Jahres sei sank die Nachfrage nach Fleisch und Fleischwaren um insgesamt 4,2 Prozent gesunken. Während der Rückgang bei Rind (- 4,9 Prozent) und Schwein (- 4 Prozent) besonders deutlich ausfiel, ging die Nachfrage bei Fleischerzeugnissen lediglich um 2,6 Prozent zurück, so der Verband. Allerdings sei bei diesen Zahlen zu beachten, dass dem Rückgang der privaten Nachfrage eine deutliche Steigerung des Außer-Haus-Verzehrs durch die hohe Beschäftigtenquote und die gestiegene Zahl der Ganztagschulen gegenüberstehe. Das gleiche die Rückgänge im privaten Bereich - zumindest teilweise - aus.

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