Foodwatch-Vorwürfe

Tönnies: Wurst ist sauber


Brät kommt in die Wurst und die wiederum soll für eine Foodwatch-Kampagne herhalten.
Foto: Archiv
Brät kommt in die Wurst und die wiederum soll für eine Foodwatch-Kampagne herhalten.

Tönnies wehrt sich gegen Anschuldigungen der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. Dabei geht es um Hygienemängel in der Wurstproduktion am Standort Landsberg am Lech.

Deutschlands größter Schlacht- und Zerlegekonzern wehrt sich gegen Vorwürfe durch Foodwatch. Die Verbraucherschützer hatten von „schweren Hygienemängeln“ in der Landsberger Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG gesprochen. Konkret geht es um Schmutzpartikel in der Weißwurstlake, verdreckte Maschinen und Pfützen mit stinkendem Wasser in dem Verarbeitungsbetrieb der Tönnies-Konzerntochter Zur-Mühlen-Gruppe.

Dem widerspricht Tönnies-Unternehmenssprecher Dr. André Vielstädte entschieden: „Dieser Vorwurf ist eindeutig falsch. Jeder, der den Betrieb in Landsberg kennt, weiß das. Foodwatch liegen auch entsprechende Erklärungen der zuständigen Behörden vor Ort vor, dass diese Einschätzung nicht zutrifft. Aber um öffentliches Aufsehen zu erregen, werden diese Falschbehauptungen trotzdem erhoben. Das ist ungeheuerlich.“ Der Tönnies-Konzern hatte den oberbayerischen Wurstspezialisten 2017 aus der Insolvenz der Lutz-Gruppe erworben und in enger Abstimmung mit der Lebensmittelüberwachung in Anlagen, Gebäude und die Produktionssicherheit investiert.

Foodwatch vermisst Bußgelder

Foodwatch wirft sowohl dem Landratsamt als auch der bayerischen Staatsregierung vor, bei der Durchsetzung von Hygienevorschriften in der Lebensmittelwirtschaft zu versagen. Die Behörde „vertuschte schwere Hygienemängel“ lautet die Anschuldigung, weil das zuständige Landratsamt weder Bußgelder verhängte noch die Öffentlichkeit über die Zustände informierte. Laut Foodwatch hatten Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung zwischen Oktober 2017 und Februar 2018 insgesamt 41 Kontrollen durchgeführt. Die Landsberger Behörde ließ unterdessen verlauten, dass es sich nach ihrer Ansicht nicht um gravierende, sondern in der Regel lediglich um geringfügige Verstöße handelte und diese unmittelbar durch den Betrieb abgestellt wurden. Deshalb weist Tönnies die Vorhaltungen in den Medien, die auf Grundlage einer Foodwatch-Pressemitteilung entstanden sind, zurück.

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