Frauenpower

„Women in Agribusiness“ finden hohen Zuspruch


Die "Women in Agribusiness" bei ihrem Treffen in Oldenburg.
NORD / LB
Die "Women in Agribusiness" bei ihrem Treffen in Oldenburg.

Eine Bankerin hat ein Netzwerk für Frauen aus der Agrarwirtschaft ins Leben gerufen. Das Ziel: Gedankenaustausch, Kontakte knüpfen und Mentorinnen finden.

„Women in Agribusiness“, kurz WIA, ist ein Netzwerk von Frauen, die in der Agrarwirtschaft tätig sind. Im Herbst 2017 ins Leben gerufen hat es Hella Otten, bei der NORD/LB in Bremen Spezialistin für Risikomanagement an Warenterminbörsen. Ziel von WIA ist es, Frauen in jeder Lebens- und beruflichen Lage einen geschlossenen Raum zum Austausch zu bieten. Wichtig ist es Otten, Frauen in jeder Altersgruppe und Lebenslage anzusprechen.

„Schon zu meiner Studienzeit ist mir aufgefallen, dass sich Kommilitonen in reinen Männer- Verbindungen zusammengetan haben, zu denen Frauen keinen Zutritt hatten“, berichtet Otten. Auch aus dieser Erfahrung heraus habe sie ein Netzwerk nur für Frauen gründen wollen, „um einen geschlossenen Raum zu schaffen für den Austausch“, sagt die Risikomanagement-Spezialistin.

Bisher haben sich Frauen verschiedener Altersgruppen und aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Agribusiness dem WIA angeschlossen – von der Beraterin, der Bankerin bis hin zur Referentin im Branchenverband und Getreidehändlerin. Zweimal ist das Netzwerk bisher zu einem Treffen zusammengekommen: Einmal im Herbst 2017 im Vorfeld des Commodity Tages der NORD/LB in Bremen und kürzlich zur Getreidehandelsbörse des Bremer Vereins in Oldenburg.

Zahlreiche Mitstreiterinnen

„Ich freue mich besonders über meine zahlreichen Mitstreiterinnen, die mir dabei helfen, ‚Women in Agribusiness‘ bekannt zu machen und interessante Frauen aus der Branche kennenzulernen“, so Otten gegenüber agrarzeitung.de.

Zum jüngsten Treffen in Oldenburg kamen gut 20 Frauen aus der Branche. Bei dem Business Lunch berichtete Karriere-Coach Carmen Schön über Manipulationsstrategien im Beruf – und wie man diese kontern kann. Die studierte Juristin und Psychologin griff dabei auch auf ihren ganz persönlichen Erfahrungsschatz aus ihrer Tätigkeit in der Wirtschaft, unter anderem als Gründungsmitglied der freenet AG und Managerin bei der Telekom AG zurück. „Das war wirklich sehr aufschlussreich und kurzweilig“, sagte eine Getreidemaklerin nach dem WIA-Treffen.

Mehr rund um das Netzwerk „Women in Agribusiness“ lesen Sie in der neuen Ausgabe der agrarzeitung (az) am Freitag, 9. März.

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