Das russische Agrarressort rät zur Einschränkung des Rübenanbaus. Mit einer Ausweitung des Ölfrüchte-Anteils ist die Hoffnung verbunden, dass die Rübenpreise steigen.

In Russland soll der Anbau von Zuckerrüben zugunsten der Ölfrüchte eingeschränkt werden, empfiehlt das nationale Landwirtschaftsministerium. Der Optimierungsvorschlag gelte insbesondere für die Agrarproduzenten in den südlichen Regionen des Landes. Anstatt der Hackfrucht lohne es sich bei der diesjährigen Frühjahrsbestellung mehr Soja und andere Ölpflanzen auszusäen. Dadurch dürften die Marktüberschüsse an Zucker verhindert und die Rentabilität der pflanzlichen Produktion gewährleistet werden, heißt es aus Russland nach einer Meldung des aiz-Infodienstes. 


2017/18 soll Russland rund 6 Mio. t Zucker erzeugt haben, während der Binnenmarktbedarf bei bis zu 5,5 Mio. t liegt. Dabei habe sich der angestrebte Ausbau der Zuckerexporte innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) verzögert, heißt es aus Russland. Nun sei der Produktpreis am russischen Markt zeitweise um bis zu einem Viertel niedriger gelegen als das Durchschnittsniveau der vorangegangenen fünf Jahre.

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