Fruit Logistica

Corteva sieht Osteuropa als Zukunftsmarkt


"Der Zeitpunkt für den Marktstart ist günstig", meint Corteva Europa-Manager Igor Teslenko.
Foto: J_Struck
"Der Zeitpunkt für den Marktstart ist günstig", meint Corteva Europa-Manager Igor Teslenko.

Unter dem Namen "Corteva Agriscience" wird die gemeinsame Agrarsparte der US-Unternehmen Dow und Dupont am 1. Juni 2019 an die Börse gehen. Im Geschäft mit Saatgut und Pflanzenschutz gehört es zu den dominierenden Anbietern.

"In 100 Tagen werden wir ein reines und unabhängiges auf die Landwirtschaft ausgerichtetes Unternehmen sein", so der für die Region Europa verantwortliche Präsident des Unternehmens, Igor Teslenko, am Mittwoch in Berlin. Im Rahmen der internationalen Fachmesse "Fruit Logistca" informierte das Unternehmen über seine Aktivitäten.

Service soll ausgebaut werden

Demzufolge soll das Agrargeschäft von Corteva mit einem Umsatz von gut 14,3 Mrd- US-Dollar im Jahr 2017 zu den global führenden Anbietern von Saatgut und Pflanzenschutz gehören. Etwa 20 Prozent davon entfallen auf die Region Europa. Hier belaufe sich das Verhältnis von Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäft auf etwa 60 zu 40, auf globaler Ebene betrage es rund 50 zu 50.
Europa spiele für die Firmenstrategie eine sehr bedeutende Rolle, so Teslenko gegenüber agrarzeitung.de. Neben dem anspruchsvollen, dabei aber stabilen Markt in Westeuropa sehe er zusätzliches Potenzial in den östlichen Teilen des Kontinents. Ein Ziel von Corteva auch in Europa sei der Ausbau der Service-Leistungen.

Besonders die Fachmesse Fruit Logistica biete eine großartige Möglichkeit, um mögliche Bedenken der Verbraucher gezielt zu bearbeiten. Die Industrie müsse innovative Lösungen entwickeln, um speziell den Frucht- und Gemüsesektor in seinem Bemühen nach Handelsfreiheit zu unterstützen. Durch ein neues von Corteva entwickeltes Programm unter der Bezeichnung "Connext" könnten globales Wissen und Informationen auf lokalen Märkten Anwendung finden. Dies werde die Zusammenarbeit der Partner entlang der Wertschöpfungskette und damit die Rentabilität auch der Erzeuger unterstützen, stellte Teslenko in Aussicht.
  
Der Zeitplan für die Zergliederung des erst 2017 aus den beiden Chemieriesen Dow Chemical und DuPont hervorgegangenen Konzerns sieht folgendermaßen aus: Am 1. April wird der Kunststoff-Bereich abgespalten. Am 1. Juni teilt sich der verbleibende Rumpf in das Agrarchemikalien-Unternehmen Corteva und die Spezialchemikaliensparte auf.

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