Futtermittelsicherheit

Futterpanne: Keine Verstöße bei Agravis


Bild: Agravis

Entlastung für den Agrarhändler: Das Werk Ostwestfalen-Lippe GmbH hat nicht gegen die Standards zur Futtermittelsicherheit verstoßen. 

Die Zertifizierungsstellen SGS und GMP + International haben die Agravis infolge der Futterverunreinigungen außerplanmäßig unter die Lupe genommen. Dabei stellten die Auditoren im Werk in Minden in Ostwestfalen-Lippe keine Verstöße gegen die Anforderungen des Standards zur Futtermittelsicherheit fest. Darüber hinaus bescheinigen die Zertifizierer dem Unternehmen ein eigenverantwortliches und proaktives Handeln. Auch seien die mit den Überwachungsbehörden vereinbarten Maßnahmen für die Wiederaufnahme der Produktion konsequent umgesetzt worden.

Spiegel-Vorwürfe sind haltlos

Für Aufregung hatte vor allem die Vermutung gesorgt, dass es einen Zusammenhang zwischen der aktuellen Verunreinigung und dem Schadensfall im Jahr 2012 geben könnte. Agravis betont, dass das Unternehmen selber bereits frühzeitig auf einen ähnlichen Fall mit ndl-PCB belasteter Sackware in 2012 hingewiesen hatte. Seinerzeit waren zwei Verladezellen für Sackware betroffen. Daraufhin wurden vorsorglich alle Verladezellen für Sackwaren saniert. Es gab seitdem – bis zur aktuellen Thematik – keinerlei Hinweise auf Belastungen in den Verladezellen für lose Ware. Alle Prüfergebnisse waren negativ. Die regelmäßigen Kontrollen der begleitenden Behörden waren stets negativ. Die Agravis weist deshalb die Vorwürfe, man habe "offenbar nur das Allerallernötigste" getan, zurück. Dies hatte die Wochenzeitung der Spiegel behauptet.

Auch Vertreter der Bezirksregierung Detmold und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hatten das Mischfutterwerk auf die ndl-PCB-Belastungen untersucht. Mittlerweile wurde der Innenanstrich in Verladesilos als Ursache vom Landwirtschaftsministerium in Nordrhein-Westfalen (MULNV) bestätigt. Das LANUV ist noch mit der Aufarbeitung des Sachverhaltes beschäftigt. 

Futter seit November sauber

Agravis garantiert, dass seit Anfang November keinerlei Futter mit einer potentiellen ndl-PCB-Belastung in den Markt gelangt ist. Nach einer Bewertung der Risiken wurde im Anschluss an die Inspektion in Abstimmung mit den Behörden vereinbart, die Produktion in den bereits sanierten Teilbereichen des Werkes in Minden wieder aufzunehmen. Um weitere Risiken auszuschließen, wird die Produktionsaufnahme unter einem verstärkten Monitoring stehen. 

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