Das Wachstum gegen den Trend freut das Westfleisch-Team: Gerhard Meierzuherde, Mitglied des Vorstands, Heribert Qualbrink, Einkaufsleiter Landwirtschaft, Johannes Steinhoff, Steen Sönnichsen und Carsten Schruck, geschäftsführende Vorstände der Westfleisch ((v.l.).
Westfleisch
Das Wachstum gegen den Trend freut das Westfleisch-Team: Gerhard Meierzuherde, Mitglied des Vorstands, Heribert Qualbrink, Einkaufsleiter Landwirtschaft, Johannes Steinhoff, Steen Sönnichsen und Carsten Schruck, geschäftsführende Vorstände der Westfleisch ((v.l.).

Der Münsteraner Fleischproduzent konnte sich 2018 erfolgreich vom negativen Branchentrend lösen. Die Entwicklung der Preise drückt den Umsatz.

„Während sowohl der Schweine- als auch der Rindermarkt in Deutschland rückläufige Zahlen meldet, haben wir unsere Schlachtzahlen überwiegend stabil gehalten“, sagte Carsten Schruck, Finanzvorstand des Münsteraner Fleischvermarkters zum Auftakt der diesjährigen Westfleisch-Tage, den traditionellen Regionalversammlungen für Mitglieder.

2018 schlachtete die Genossenschaft knapp 7,8 Mio. Schweine. Exklusive der rückläufigen Lohnschlachtungen bedeutet dies im Vergleich zu 2017 ein Plus von 1,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum schlachtete Westfleisch 425.000 Rinder (plus 0,2 Prozent). Zum Vergleich: In beiden Kategorien musste der deutsche Gesamtmarkt 2018 ein Minus von jeweils rund drei Prozent hinnehmen. Die Bereiche SB-Fleisch, Convenience und Wurst entwickelten sich sehr erfreulich und erwirtschafteten ein Absatzplus von 7,1 Prozent. Hier wuchs Westfleisch gegen den Trend: Die vergleichbare deutsche Gesamtmarktkategorie „Fleischerzeugung Rotfleisch“ gab um 2,7 Prozent nach.

Sonderboni in Höhe von drei Millionen Euro

„Aufgrund des deutlich gesunkenen Schweinepreises waren unsere Umsatzerlöse 2018 zwangsläufig geringer als 2017“, erklärte Schruck. Immerhin: Während die durchschnittliche Notierung für Schweine 2018 rund zwölf Prozent schwächer ausfiel als im Vorjahr, sank der Umsatz 2018 lediglich um 7,1 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. Nur leicht veränderte sich der Jahresüberschuss von 12,6 auf jetzt 11,7 Mio. €. Damit bewegt er sich im historischen Vergleich weiterhin auf hohem Niveau.

Davon profitieren auch die Mitglieder der Genossenschaft. Sie erhalten für das Geschäftsjahr 2018 wie in den Vorjahren eine Dividende in Höhe von 4,2 Prozent auf die Geschäftsguthaben. Zudem schüttet die Genossenschaft Sonderboni über alle Tierarten in Höhe von rund drei Mio. Euro an die Vertragslandwirte aus.

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