Geschäftsbericht 2018

ZG Raiffeisen setzt auf Diversifizierung


Die Dürre des vergangenen Jahres hat sich mehrfach negativ auf die Geschäftszahlen 2018 der ZG Raiffeisen-Gruppe ausgewirkt. Das Maisgeschäft hat am meisten gelitten.

Die monatelange Hitze hat eine kleine Maisernte 2018 beschert. Diese ungünstigen Wettereinflüsse wirkten sich negativ auf die Maisvermarktung und den Handel mit Betriebsmitteln im Geschäftsjahr 2018 der ZG Raiffeisen aus. Das langanhaltende Niedrigwasser auf den Schifffahrtsstraßen infolge der Dürre trieb zudem die Frachtkosten in die Höhe. „Unter den gegebenen Bedingungen haben wir getan, was möglich war", sagte Dr. Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender der ZG Raiffeisen am Mittwoch in Karlsruhe. Die umfangreichen Lagerkapazitäten hätten dafür gesorgt, dass Mais und Getreide nicht unter Druck verkauft werden mussten. Die gesamte Vermarktungsmenge von Getreide und Ölsaaten im Einzugsgebiet der ZG von Bruchsal bis zum Bodensee betrug im Berichtsjahr 2018 rund 940.000 t und fiel damit niedriger als im Vorjahr mit rund 1 Mio. t aus.

Das Ergebnis vor Steuern lag mit 6,6 Mio. € unter den Erwartungen. Auf insgesamt sieben Mio. € beziffert Glaser die negativen Sondereinflüsse, von denen ein Großteil auf die witterungsbedingten Einbußen entfällt. Der Weg einer verstärkten Diversifizierung habe sich als richtig erwiesen, sagte der Vorstandsvorsitzende. Die ZG Raiffeisen Energie GmbH erzielte mit 2,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2018 das höchste operative Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Glaser spricht von stabilen Zuwächsen bei den ZG Raiffeisen Märkten und im Baustoffgeschäft. Die ZG Raiffeisen Technik GmbH konnte im sowohl Umsatz als auch im Ergebnis zulegen. Das Raiffeisen-Kraftfutterwerk Kehl steigerte seinen Umsatz auch unter schwierigen Rahmenbedingungen.

Dividende von zwei Prozent

Allen wetterbedingten Negativeffekten zum Trotz stehe die genossenschaftliche Konzernmutter, die ZG Raiffeisen eG, sowie die Unternehmensgruppe auf stabilen Füßen, sagt Glaser. Die Eigenkapitalquote sei trotz einer Steigerung des Eigenkapitals um 1,6 Mio. € in Folge der gestiegenen Bilanzsumme gesunken. Auf der Generalversammlung am kommenden Freitag erhalten die 4.870 Mitglieder der badischen Genossenschaft eine Dividende von zwei Prozent. Die Auszahlungssumme beträgt 1,3 Mio. €.

In seinem Ausblick für 2019 ist Glaser zufrieden. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2019 ist der Umsatz der ZG Raiffeisen-Gruppe gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 482 Mio. € gestiegen. Per Ende Juni liegt der Jahresüberschuss mit 2,2 Mio. EUR ergibt, der mit 1 Mio. EUR über dem Vorjahr liegt. Wir gehen deshalb davon aus, dass der Jahresüberschuss Ende des Jahres deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Die Kulturen präsentieren sich mit Ausnahme des Rapses in einem guten Zustand, so dass wir bei Getreide und Mais von einer guten Durchschnittsernte ausgehen, sagte Glaser. Der Rohertrag der Gruppe liegt in den ersten 5 Monaten mit 68,5 Mio. € 0,6 Prozent über dem Vorjahr. Bei den Kosten ist hingegen ein Rückgang von 0,3 Prozent zu verzeichnen.

Am 1. Juli nimmt das Gemeinschaftsunternehmen E.C.U. (Europe Crop United), das die ZG Raiffeisen mit der französischen CAC Colmar gegründet hat, seine Arbeit auf.

 

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