Geschlechtsbestimmung

Ei-Analyse ohne Schalenöffnung möglich


Foto: Pixabay / Comfreak

Die Technische Universität München hat eine Methode zur nicht-invasiven Geschlechtsbestimmung bei Hühnereiern entwickelt. So sollen die moralischen Probleme mit männlichen Eintagsküken umgangen werden.

Mit nichts geringerem als einem Magnetresonanztomographen (MRT), bekannt als bildgebendes Verfahren aus der Humanmedizin, wollen die Forscher der Technischen Universität München (TUM) den Befruchtungsstatus und das Geschlecht von Eiern bestimmen. Der große Vorteil: ein MRT hat keine schädliche Wirkung auf das Küken. Die Methode ist bereits ausgereift, meldet das Entwicklungsteam um die Professoren Benjamin Schusser und Axel Haase. Mit Hilfe von "deep learning" hat eine künstliche Intelligenz einen Algorithmus entwickelt, anhand dessen Schusser und Haase nun erkennen können, ob ein Ei befruchtet wurde. Ein weiterer Durchgang bestimmt dann das Geschlecht des Kükens. Innerhalb des kommenden Jahres soll ein Prototyp zum Test unter Feldbedingungen entstehen. In den nächsten zwei Jahren soll ein Versuchsbetrieb in einer Brüterei installiert werden. Die Kosten eines MRT-Gerätes zur Ei-Analyse sind unbekannt.

Bisherige Verfahren waren noch auf eine Öffnung der Eierschale angewiesen, was ein Einfalltor für Verunreinigung und Infektionen ist. Auch diese Technologie ist noch nicht serienreif.



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