Glyphosat

Bayer will Glyphosat in den USA rigoros verteidigen


Foto: Archiv

Gegen das jüngste Glyphosat-Urteil eines US-Geschworenengerichts will Bayer mit allen juristischen Mitteln vorgehen. Rund 8.000 weitere Klagen sind anhängig.

Konzern-Chef Werner Baumann ist überzeugt, dass es keine wissenschaftliche Basis gibt, die einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs herstellt. „Glyphosat ist nicht die Ursache für den Krebs von Dewayne Johnson“, bekräftigte Baumann heute bei einer Analysten-Telefonkonferenz. Das Thema wird Bayer dennoch lange beschäftigen. Rund 8.000 weitere Klagen könnte es geben. Der nächste Fall soll Ende Oktober in St. Louis im Bundesstaat Missouri verhandelt werden.

Der US-Anwalt des Klägers Dewayne Johnson hat erklärt, er werde sich auch weiterhin für die Belange der Kläger einsetzen. Bayer solle sich auf langwierige Auseinandersetzungen einstellen. Monsanto habe seinerzeit ein Vergleichsangebot ausgeschlagen, sagte Brent Wisner gegenüber der FAZ. Baumann verwies heute auf die vielfache Erfahrung, die Bayer bereits mit solchen Verfahren in den USA. Nun wären alle Experten unter einem Dach, so Baumann

Zu den Rückstellungen für solche Rechtsstreitigkeiten gab Bayer keine Auskunft und verwies auf die Veröffentlichung der Geschäftszahlen Anfang September. Auf den Absatz von Glyphosat-Produkten habe dieses US-Urteil jedoch keinen Einfluss, sagte Bayer Crop Science Chef Liam Condon. Die Nachfrage sei nach wie vor hoch, da die Farmer die Produkte für ihre Arbeit benötigten.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats