Glyphosat

Milderes Urteil für Bayer in den USA


Bayer muss im Fall Hardeman gegen Monsanto nun weniger bezahlen. Der US-Richter Vince Chhabria reduzierte die Schadenersatzsumme deutlich. Bayer will dennoch Berufung einlegen.

Im Streit darum, ob Glyphosat für die Krebserkrankung von Edwin Hardeman verantwortlich ist, hatte die Jury in San Francisco ursprünglich Schadenersatzforderungen in Höhe von 80 Mio. US-$  verhängt. Richter Chhabria reduzierte die Summe nun auf insgesamt 25 Mio. US-$. Edwin Hardeman erhält davon nach wie vor 5 Mio. US-$ als direkten Schadenersatz. Damit hat sich für Bayer lediglich die so genannte “punitive damage“ deutlich verringert, die laut Chhabria viel zu hoch ausgefallen sei und nicht mit der US-Verfassung in Einklang stehe.  

Allerdings bedeutet dieses mildere Urteil nicht, dass die Bayer-Tochter Monsanto vom Vorwurf frei gesprochen wird, nicht genügend über die Risiken von Glyphosat informiert zu haben. Auch das vermeintliche Krebsrisiko durch Glyphosat ist damit keineswegs ausgeräumt, da der US-Richter die Schadenersatzzahlung an Edwin Hardeman unangetastet gelassen hat.

Für Bayer ist die jüngste Entscheidung des Gerichtes „ein Schritt in die richtige Richtung“, da verfassungsmäßige Beschränkungen und Präzedenzfälle eine Reduzierung von überhöhten Schadenersatzzahlungen wie in diesem Fall erfordern. Bayer ist aber nach wie vor davon überzeugt, dass Glyphosat keinen Krebs auslöst, was eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien belege.  Die Entscheidung zur Haftung und die Schadenersatzzahlungen stehe daher im Widerspruch zum Gewicht der umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die die Sicherheit von Roundup bestätigten, teilt Bayer weiter mit. Der Konzern will daher beim United States Court of Appeals for the Ninth Circuit Berufung einlegen.

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