Greenfield-Projekt

Yara plant Mine in Äthiopien

Der norwegische Düngerhersteller Yara will in Äthiopien ein Kaliprojekt realisieren. Im Norden des Landes gibt es Vorkommen von natürlichem Kaliumsulphat (SOP).

Yara-CEO Svein Tore Holsether hat heute in Addis Abeba ein Abkommen mit Regierungsvertretern über eine mögliche Erschließung der Kalimine Yara Dallol unterschrieben. Die Kalimine liegt in der Region Afar im Norden des afrikanischen Landes. Die Regierung verspricht sich von dem Yara-Kaliprojekt eine wirtschaftliche Entwicklung in der Region und würde dazu die notwendige Infrastruktur bereitstellen.

Natürliche Vorkommen von Kaliumsulphat entdeckt
Das Kaliprojekt ist viel versprechend. In den vergangenen Jahren wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, die das Vorkommen natürlicher Ressourcen von Kaliumsulphat (SOP) bescheinigt. SOP ist ein wasserlösliches, weißes, kristallines Salz. Im Gegensatz zu Kaliumchlorid enthält SOP keine Chloride, die für Nutzpflanzen wie Kaffee, Obst und Gemüse schädlich sein können. Deshalb will Yara SOP vorwiegend für diese Kulturen produzieren.

Günstiges Bergungsverfahren
Die geplante Kaliminie ist auf eine Jahreskapazität von 600.000 t SOP ausgelegt. Das entspricht einem Anteil von 10 Prozent des Weltmarktes. Die Kaliproduktion des Dallol-Projektes basiert auf dem Solungsbergbau (Solution Mining). Ein Untertageabbau ist damit nicht notwendig, vielmehr werden Rohre in die Tiefe eingelassen, um das gelöste Salz nach oben zu befördern. Dieses Verfahren ist weitaus kostengünstiger als der Untertageabbau. Auch die Kalimine Bethune in Kanada basiert auf Solution Mining. Yara Dallol ist ein Gemeinschaftsunternehmen an dem Yara einen Anteil von 51,8 Prozent hält. Beteiligt sind darüber hinaus die private Beteiligungsgesellschaft Liberty Metals & Mining Holdings mit 25 Prozent sowie die Fondsgesellschaft XLR Capital mit 23,2 Prozent. Bis Ende 2018 soll ein gemeinsamer Beschluss über die Investition erfolgen. Die vorläufige Investitionssumme liegt bei 740 Mio. US-$.
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