Großenkneten

Nabu kann Hähnchenmäster doch verhindern


Foto: ZDG

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat den Bau eines Hähnchenstalls gestoppt. Die Gegner hoffen mit dieser Entscheidung die Planungen gewerblicher Ställe im ländlichen Außenbereich grundsätzlich zu verhindern.

Im Mai 2017 wurde in der Gemeinde Großenkneten mit dem Bau einer Hähnchenmastanlage mit knapp 30.000 Plätzen begonnen. Der Nabu Niedersachsen hatte zuvor mit Unterstützung des Bündnisses Mensch-Umwelt-Tier (Bündnis MUT) vergeblich versucht, das Vorhaben im Landkreis Oldenburg zu stoppen. Dazu rief der Nabu das Verwaltungsgericht Oldenburg an, das den Antrag zurückwies. 

Nun verhindert die nächsthöhere Instanz, das Oberverwaltungsgericht Lüneburg, das Bauvorhaben doch. Es hat den Beschwerden des Nabu Niedersachsen nachgegeben. Das Gericht erklärt den Baustopp mit der Bodenversiegelung, die zu einer Beeinträchtigung der Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege und damit zur Unzulässigkeit des Vorhabens führen.

Die Gegner des Vorhabens befürchteten hohe gesundheitsschädliche Staub- und Keimfrachten aus der ungefilterten Anlage. Der Nabu Niedersachsen und das Bündnis hätten den Klageweg aber nicht nur beschritten, um die Hähnchenmastanlage abzuwenden, erklärt Uwe Behrens vom Bündnis MUT. Übergeordnetes Ziel sei es, zukünftige Planungen gewerblicher Ställe im ländlichen Außenbereich zu verhindern.

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