Halbjahresbericht

Bunge verspricht Rückkehr in die Gewinnzone

Das Getreide- und Ölmühlengeschäft von Bunge läuft rund. Trotz anhaltender Nettoverluste ist der Ausblick auf 2018 optimistisch.

Die Bunge Ltd., White Plains, fährt den dritten Quartalsverlust in Folge ein. Ende 2017 waren die ersten roten Zahlen angefallen, 2018 sollte es eigentlich besser werden. Doch von Januar bis Juni 2018 weist der Agrarkonzern einen Nettoverlust von 33 Mio. US-$ aus. Im gleichen Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 128 Mio. US-$ eingefahren worden.

Der Umsatz ist im 1. Halbjahr 2018 mit 22,8 Mrd. US-$ etwa so hoch wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen erreicht im aktuellen Halbjahr 202 Mio. US-$. Der Rückgang um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erklärt aber nicht die Nettoverluste. Es sind Sondereinflüsse von 70 Mio. US-$ und operative Verluste von 60 Mio. US-$ im Zuckergeschäft, die wehtun. Außerdem macht Bunge Währungsnachteile geltend. Dagegen haben das Erfassungsgeschäft und die Ölsaatensparte höhere Gewinne eingefahren.


Bunge-CEO Soren Schroder gab am Mittwoch ungeachtet der Verluste einen optimistischen Ausblick auf das zweite Halbjahr 2018. Ermutigt sieht er sich durch die besseren Margen im Ölsaatengeschäft. In der Getreideerfassung wiederum sei es gelungen, durch ein striktes Risikomanagement Preisrückgänge abzusichern. Hier und auch in den Ölmühlen erwartet Schroder ein „starkes zweites Halbjahr“. Außerdem verspricht der Bunge-Chef, mit einem globalen Sparprogramm die Kosten im Konzern um insgesamt 230 Mio. US-$ zu senken. Darüber hinaus sei Bunge kurz vor dem Abschluss des Verkaufs seiner Aktivitäten im Zuckerhandel. Dagegen habe der Konzern Pläne, die eigenen Zuckermühlen in Brasilien an die Börse zu bringen, erst einmal auf Eis gelegt.

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