Halbjahresbilanz

Heftiger Gewinneinbruch für BASF


BASF hat im ersten Halbjahr mt Gegenwind zu kämpfen.
Foto: BASF
BASF hat im ersten Halbjahr mt Gegenwind zu kämpfen.

Extreme Witterungsverhältnisse in Nordamerika verhageln der BASF SE das Ergebnis im Bereich Agricultural Solutions. Im 2. Quartal brach das Ergebnis der Betriebstätigkeit ein. Auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet das Ergebnis.

Der Umsatz im Segment Agricultural Solutions ist zwar um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp 1,8 Mrd. € gestiegen, das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) brach jedoch um 89 Prozent auf 29 Mio. € ein. Vor allem das Extremwetter in Nordamerika hat dem Ludwigshafener Konzern die Bilanz deutlich geschmälert. Der Agrarsektor litt unter anhaltenden massiven Niederschlägen in den großen Anbaugebieten Nordamerikas. „Überschwemmungen und Extremwetter haben uns dort buchstäblich das Geschäft bei Agricultural Solutions verhagelt“, sagte Dr. Martin Brudermüller heute während der Vorstellung der Quartalszahlen. Vor allem die Saatgutverkäufe und geringere Absatzmengen im Pflanzenschutz sowohl von originären BASF-Geschäftseinheiten als auch den zugekauften Bayer-Segmenten sind auf Grund der Witterungsbedingungen und der verspäteten Aussaatfenster deutlich zurückgegangen. Laut Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel ist dieser Rückstand in 2019 nicht mehr kompensierbar sind, auch wenn die Aussichten des Saatgutgeschäftes in Brasilien und Argentinien viel versprechend sind. Mit Blick auf das 1. Halbjahr sieht die Bilanz freundlicher aus auf Grund eines guten 1. Quartals. Der Umsatz stieg um 38 Prozent auf 4,44 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, das Ebit nahm um 18 Prozent auf 801 Mio. € zu.  

Neben den Wetterbedingungen hat sich auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China negativ ausgewirkt, insbesondere im Chemiegeschäft. „Die weltweiten Handelskonflikte wiegen schwer“, sagte Brudermüller. Vor allem das langsamere Wachstum in China wirke sich im Chemiegeschäft aus. Deshalb habe BASF ihre Prognosen zurücknehmen müssen. Das ändere aber nichts an dem Ziel, die Dividende pro Aktie jährlich zu erhöhen. Eine Lösung für den Handelskonflikt erwartet der Vorstandschef frühestens im Laufe des kommenden Jahres 2020.

Unterdessen verschlankt die BASF ihre gesamte Organisation. Rund 6.600 Stellen sollen bis Ende 2021 abgebaut werden.

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