Halbjahresbilanz

Wetter setzt auch Bayer-Bilanz zu


Das Agrargeschäft in den USA läuft auch für den Bayer-Konzern nicht ganz rund. Der Umsatz geht zurück, aber das Ergebnis stimmt. Bayer profitiert nach wie vor vom Monsanto-Zukauf. Allerdings nimmt die Prozesswelle um Glyphosat weiter Fahrt auf.

Die Zahl der Kläger in den USA wegen möglicher Schädigungen durch Glyphosat wächst rasant. Seit April diesen Jahres ist die Zahl um rund 5.000 auf 18.400 Kläger angewachsen, wie Bayer heute anlässlich der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen mitteilte. Bayer hat bislang in drei Prozessen Teilerfolge erzielt, da die geforderten Strafzahlungen drastisch reduziert worden sind. Aber der generelle Vorwurf, Glyphosat trage zu den Krebserkrankungen der Kläger in den USA bei, ist damit noch nicht ausgeräumt. Bayer ist weiterhin überzeugt, eine Vielzahl an Argumenten dagegen anführen zu können und geht in Berufung.

Rückgang bei Mais und Soja

Mit Blick auf die Gesamtbilanz profitiert Bayer aber noch von der 66 Milliardenschweren Übernahme von Monsanto. Überschwemmungen und starke Regenfälle im Mittleren Westen der USA sowie Trockenheit in Europa haben die Umsätze im 2. Quartal zwar belastet: ein Rückgang auf Pro-forma-Basis währungsbereinigt um 9,9 Prozent. Aber das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg jedoch deutlich um 66,9 Prozent auf 1,075 Mrd. € auf Grund des akquirierten Monsanto-Geschäfts. Das Ebit verdoppelte sich damit auf 304 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 149 Mio. €). Rückläufig waren insbesondere die Geschäfte mit Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften (minus 31 Prozent), mit Herbiziden sowie mit Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften (minus 26 Prozent). Positiv entwickelte sich laut Bayer dagegen der Umsatz mit Insektiziden (plus 16,3 Prozent).

Auf das 1. Halbjahr gesehen erzielte Crop Science einen Umsatz von 11,232 Mrd. €, währungsbereinigt ein Anstieg um 1,1 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verdoppelte sich im 1. Halbjahr 2019 auf 3,4 Mrd. € (Vorjahreszeitraum: 1,68 Mrd. €). Das Ebit erhöhte sich um 24,9 Prozent auf 1,3 Mrd. € (Vorjahr: 1,04 Mrd. €).

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