Halbjahresfazit

Weniger Umsatz für KWS

Für die Firmengruppe aus Einbeck entwickeln sich die Segmente zuletzt unterschiedlich. Das Geschäft mit Hybridroggen floriert.

Die KWS-Gruppe verzeichnete im 1. Halbjahr 2017/18 einen Umsatzrückgang um 12,8 Prozent auf 244,1 Mio. €. Der Rückgang fiel auf das Mais- und Zuckerrübensaatgutgeschäft und betraf die Regionen Südamerika und die Türkei, teilte KWS heute mit. Das Geschäft mit Getreidesaat habe den Umsatz dagegen deutlich ausbauen können. Das Ebit  ist nach dem 1. Halbjahr turnusgemäß negativ. Es sank aufgrund weitgehend planmäßig gestiegener Kosten und dem Wegfall positiver Sondereffekte im Vorjahr auf minus 89,6 (Vorjahr: minus 70,3) Mio. €. Im 1. Halbjahr erwirtschaftete KWS zuletzt rund 25 Prozent des Jahresumsatzes: das Hauptgeschäft erfolgt mit der Frühjahrsaussaat im 3. Quartal (Januar bis März).

Für das Segment Mais weist KWS im 1. Halbjahr des 2017/18 ein Umsatzminus um 38,9 Prozent auf 110,5 Mio. € aus. Hierbei wirkte sich die Umgliederung der Rapsaktivitäten in das Segment Getreide aus, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres 25 Mio. € Umsatz im Segment Mais erwirtschaftet hatten. In Südamerika – insbesondere in Brasilien – lagen die Umsätze mit Maissaatgut unter dem starken Vorjahresniveau. In Europa und Nordamerika kommt es im 1. Halbjahr regelmäßig nur zu geringen Erlösen aus dem Maissaatgut-Frühverkauf. Das Ebit des Segments belief sich auf minus 76,2 (minus 59,1) Mio. €.

Der Umsatz des Segments Zuckerrüben lag aufgrund erwarteter geringerer Saatgutverkäufe in der Türkei unter dem Vorjahresniveau und erreichte 33,8 (45,2) Mio. €. Die Erlöse aus dem Verkauf von Zuckerrübensaatgut in der EU stiegen leicht an, blieben aber turnusgemäß noch auf niedrigem Niveau. Das Segmentergebnis erreichte minus 27,3 (minus 19,2) Mio. €.

Die Umsatzerlöse im Segment Getreide stiegen um knapp 48 Prozent auf 123,3 Mio. €. Als wesentliche Gründe nennt das Unternehmen die erstmalige Zuordnung sämtlicher Rapsaktivitäten seit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 sowie die insgesamt um 11 Prozent gestiegenen europäischen Saatgutverkäufe. Zudem verlief das Hybridroggensaatgutgeschäft in Deutschland und Polen positiv, so KWS. Das Segmentergebnis erreichte 34,3 (21,4) Mio. €.

Mit Blick auf die gesamte Geschäftssaison 2017/18 erwarten die Einbecker unverändert einen leichten Umsatzanstieg sowie eine Ebit-Marge zwischen 11,0 und 12,0 Prozent.

 

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