Halbjahreszahlen

Arla wächst und spart sich gesund


 Die europäische Molkereigenossenschaft hat im ersten Halbjahr beim Umsatz und Ergebnis leicht zulegen können. Insbesondere beim Markengeschäft und beim Sparprogramm läuft es für die Dänen rund.

Angesichts eines um 4,6 Prozent höheren Umsatzvolumens der strategischen Marken und gestiegener Verkaufspreise hat der Konzernumsatz von Arla Foods ersten Halbjahr 2019 um 2 Prozent auf 5,2 Mrd. € zugelegt. Insbesondere der internationale Geschäftsbereich der europäischen Molkereigenossenschaft erreichte ein mengenbasiertes Wachstum im Markengeschäft von 10,2 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2019 erzielte Arla einen Nettogewinnanteil von 2,3 Prozent – gegenüber einem Gewinnanteil von 2,2 Prozent im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr, einen Jahresüberschuss im Bereich von 2,8 bis 3,2 Prozent zu erreichen.

Kostensenkungsprogramm übertrifft Erwartungen

Arlas Milchabnahmepreis, der die Wertschöpfung pro Kilogramm Milch der Genossenschaftsmitglieder angibt, liegt mit 36,1 Cent/kg Milch auf dem höchsten Niveau seit drei Jahren. Im Vorjahreszeitraum hatte er noch bei 34,7 Cent/kg Milch gelegen. Der Hauptgrund für diese Steigerung sind die Einsparungen im Rahmen des Transformations- und Kostensenkungsprogramm "Calcium", die laut Unternehmen alle Erwartungen übertrafen.

„Die seltene Stabilität auf dem globalen Milchmarkt hat es Arla ermöglicht, auf der Dynamik, die wir 2018 geschaffen haben, aufzubauen. Im Vergleich zu unseren Konkurrenten konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern und unsere Rentabilität verbessern“, so Peder Tuborgh, CEO von Arla.

Positive Umsatzentwicklung in allen Geschäftsbereichen

Arlas internationaler Geschäftsbereich erzielte beim Umsatz- und Markenwachstum zweistellige Zahlen. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 11,9 Prozent auf 839 Mio. €, mit einer guten Entwicklung in allen Regionen. Im selben Zeitraum stieg der Umsatz durch strategische Marken um 10,6 Prozent.

In Arlas größtem internationalen Markt, dem Nahen Osten und Nordafrika, konnte Arla seinen Marktanteil in allen wichtigen Produktkategorien steigern. China, ein weiterer wichtiger internationaler Markt, erreichte bei den Produkten zur Ernährung in den ersten Lebensmonaten (Early Life Nutrition, ELN) und bei Trinkmilch ein Wachstum von 50 Prozent in Bezug auf Menge und Umsatz. 

Erwartungen für das Gesamtjahr

In der zweiten Jahreshälfte wird sich die Genossenschaft darauf konzentrieren, die Gesamtjahresziele zu erreichen und gleichzeitig den Wettbewerb zu übertreffen. Allerdings gibt es auch externe Faktoren, die sich negativ auf Arlas Erwartungen für das Gesamtjahr auswirken könnten. Die möglichen negativen Folgen eines harten Brexit stellen weiterhin das größte Risiko dar – neben der inhärenten Volatilität des globalen Milchmarktes.

Vor diesem Hintergrund liegt Arlas Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2019 bei 10,2 bis 10,6 Mrd. €. Der Nettogewinnanteil für das Jahr 2019 wird voraussichtlich im Zielbereich von 2,8 bis 3,2 Prozent des Umsatzes liegen. Ein „No-Deal“-Brexit könnte sich allerdings negativ auf diese Prognose auswirken, so das Unternehmen.

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