Halbjahreszahlen

Bayer-Aktie rutscht ab


Der Bayer-Konzern hat die Übernahme von Monsanto abgeschlossen. Jetzt steht die Integration bevor.
Foto: Bayer AG
Der Bayer-Konzern hat die Übernahme von Monsanto abgeschlossen. Jetzt steht die Integration bevor.

Die Monsanto-Übernahme lässt den Umsatz von Bayer steigen. Doch bei der Präsentation der Halbjahreszahlen werden die Schwächen in den einzelnen Sparten sichtbar. Die Aktie rutscht ab. 

Den Umsatz um Gesamtkonzern konnte Bayer im 1. Halbjahr 2018 im Vorjahresvergleich mit 1,2 Prozent leicht steigern. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) war jedoch mit 3,66 Mrd. € um 5,9 Prozent schwächer als im Vorjahreszeitraum. 

Einen positiven Umsatzbeitrag steuert die Agrarsparte bei. Bayer Crop Science zeigt eine Umsatzsteigerung um 11,1 Prozent auf 5,87 Mrd. € und ein Ebit vor Sondereinflüssen von rund 1,4 Mrd. €, was einen Zuwachs von 13,8 Prozent bedeutet. Das normale Ebit ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent geringer und liegt bei rund 1 Mrd. €. Einen Ebit-Zuwachs gab es ebenfalls in der Sparte Animal Health. Die beiden anderen Sparten (Consumer Health und Pharmaceuticals) brachten dagegen ein schlechteres Ergebnis als im Vorjahreszeitraum ein. 

Umsatz steigt durch Übernahme

Die Übernahme des Wettbewerbers Monsanto wird im zweiten Geschäftsquartal erstmals in der Bilanz der Bayer-Division Crop Science sichtbar. Dabei trug ein Portfolioeffekt von 543 Mio. € oder 25 Prozent zur Umsatzsteigerung von nominal 39,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 3,01 Mrd. € bei. Darin enthalten waren aber auch noch 468 Mio. € an Erlösen durch die an die BASF zu veräußernden Geschäftsteile.

An der Börse kamen die Zahlen insgesamt nicht gut an: Der Kurs gab um 2 Prozent auf rund 78 € nach. Die Aktie rutschte damit wieder in die Nähe ihres Mehrjahrestiefs von 75,50 €von Mitte August.



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