Halbjahreszahlen

Erneut weniger Gewinn bei Friesland Campina


Die Molkereigenossenschaft meldet nach einem schwachen ersten Quartal nun auch für das erste Halbjahr 2018 einen Gewinneinbruch. Produkte wie Käse, Butter und Milchpulver brachten Verluste ein.

Laut der heutigen Meldung stürzte das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35,6 Prozent auf 177 Mio. € ab. 

Die Molkereigenossenschaft führt das überwiegend auf Verluste beim Verkauf von Basisprodukten wie Käse, Butter und Milchpulver zurück. Vorräte dieser Erzeugnisse, die zu einem höheren Rohstoffpreis erzeugt worden waren, mussten mit Verlusten verkauft werden.

"Der starke Preiswettbewerb bei Kindernahrung in Asien stellt uns vor die Herausforderung, um unsere Marktposition zu kämpfen. Das erfordert zusätzliche Investitionen und eine tatkräftige Organisation", erklärte Vorstandschef Hein Schumacher. Unter anderem aus diesem Grunde sei zu Jahresbeginn die Organisationsstruktur geändert worden; derzeit laufe ein intensives Transformationsprogramm. "Dies ermöglicht uns schnelleres Operieren auf dem Markt sowie eine strukturelle Kostensenkung", so Schumacher weiter. 

Nicht rentable Aktivitäten werden im Rahmen des Transformationsprogramms überprüft. So wurde die Schließung von zwei Produktionsstandorten in Frankreich angekündigt. Die Kosten dieser Schließungen wurden in der ersten Jahreshälfte erfasst. Zusammen mit weiteren Umstrukturierungen wurden 30 Mio. € an Transformations- und Umstrukturierungskosten verbucht.

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