Europas größter Futtermittelhersteller, der niederländische Konzern ForFarmers, blickt auf ein nach eigenen Angaben „enttäuschendes“ erstes Geschäftshalbjahr 2019 zurück.

Der Umsatz des Unternehmens stieg laut Nachrichtendienst AgE um um 11,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 1,274 Mrd. €. Davon entfiel insgesamt rund die Hälfte auf die Niederlande und Belgien sowie jeweils etwa ein Viertel auf die Ländergruppe Deutschland und Polen beziehungsweise auf Großbritannien. Allerdings verringerte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtszeitraum um 31,5 Prozent auf 35,8 Mio. €.

Geschäftsführer Yoram Knoop begründete die „erwartungsgemäß“ negative Entwicklung vor allem mit einer „unvorteilhaften Einkaufsposition“ des Unternehmens, die sich aus langfristigen Rohstoffbezugsverträgen ergeben habe. Diese Nachteile seien nicht an die Kunden weitergegeben worden.

Seinen Futtermittelabsatz bezifferte das Unternehmen für Januar bis Juni 2019 auf 5,1 Mio. t; das waren 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon seien 2,6 Mio. t in den Niederlanden und Belgien sowie insgesamt 1,1 Mio. t nach Deutschland und Polen vermarktet worden. In Deutschland sei in allen Sektoren mehr Futter abgesetzt worden. Ferner verkaufte ForFarmers 1,4 Mio. t Futtermittel in Großbritannien, was in etwa dem Vorjahresniveau entsprach.

Brexit stimmt pessimistisch

Der Ausblick der Geschäftsführung fällt eher pessimistisch aus. Kritisch werden unter anderem der Brexit und die Handelskonflikte zwischen den USA und anderen Ländern wie China gesehen. Die Volatilität der Rohstoffpreise und der Devisenmärkte dürfte sich fortsetzen. Vor allem in den Niederlanden und Deutschland stehe der Umfang des Nutztierbestandes wegen vielfältiger Umweltschutzmaßnahmen unter Druck, hieß es.

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