Halbjahreszahlen

Kreditgeschäft bei Genossenschaftsbanken wächst

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Genossenschaftsverband haben ein gutes  erstes Halbjahr 2018 hinter sich gebracht. Im Kundengeschäft gewinnen sie Marktanteile hinzu.

Die Bilanzsumme wächst im Vergleich zur Jahresmitte 2017 um 5,6 Prozent auf 446,9 Mrd. €. Damit legten die Genossenschaftsinstitute in der ersten Hälfte 2018 um 2,3 Prozent zu. Dieses Wachstum dokumentiere weitere Markanteilsgewinne im Kundengeschäft: Die Einlagen nehmen im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent auf 325,3 Mrd. € zu (seit Jahresanfang: + 2 Prozent). Bei den Krediten beträgt das entsprechende Plus 6,1 Prozent auf 285,8 Mrd. €.   

„Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind seit jeher geschäftspolitisch unabhängig. Damit können sie sich auf die Bedürfnisse ihrer Mitglieder sowie der Wirtschaft in ihrem Geschäftsgebiet ausrichten. Mit Erfolg, wie die Zahlen zeigen“, kommentiert Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes – Verband der Regionen.

Die regionale Nähe komme besonders den mittelständischen Firmenkunden zugute: Mit 6,6 Prozent (Jahresende: plus 3,2 Prozent) wachse das gewerbliche Kreditgeschäft  überproportional.

Mehr denn je erweisen sich hier die Baufinanzierungen mit 8,4 Prozent als dynamischer Faktor (in 2018: plus 4,3 Prozent). „Angesichts schon seit Jahren hoher Wachstumsraten unterstreicht das den anhaltenden Anlegernotstand“, sagt Barkey. Dieser werde auch durch die neuen Berechnungen der Bundesbank zur Rendite des Geldvermögens belegt. 

So könne wenig überraschen, dass das Einlagenwachstum ausschließlich auf die Sichteinlagen mit 8,5 Prozent gegenüber der Jahresmitte 2017 (in diesem Jahr: plus 2,8 Prozent) zurückzuführen ist. Der Anteil der Sichteinlagen an den gesamten Einlagen beträgt jetzt zwei Drittel. Vor einem Jahr lag er bei 64 Prozent. 

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