Quartalsbericht

K+S kann Umsatz leicht steigern

Seit Juni 2017 wird im neuen Werk Bethune in der Provinz Saskatchewan Kaliumchlorid produziert.
Foto: K+S
Seit Juni 2017 wird im neuen Werk Bethune in der Provinz Saskatchewan Kaliumchlorid produziert.

Der Kasseler Düngerkonzern hat seine Markterwartungen verfehlt. Das Ergebnis im 1. Halbjahr steht durch Produktionseinschränkungen in Deutschland unter Druck.

K+S konnte im 2. Quartal 2018 Umsatz und operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. So wuchs der Umsatz um über 9 Prozent auf 812 Mio. € an, während das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 3 Prozent auf 105 Mio. € zulegte. Aber beim bereinigten Konzernergebnis muss der Kasseler Düngerkonzern von April bis Juni 2018 einen Verlust beim bereinigten Ergebnis von 9,4 Mio. € (Vorjahr: plus 19 Mio. €) ausweisen.
Vor allem die Mengen aus dem Kaliwerk Bethune in Kanada und gestiegene Preise für Kaliumchlorid und Düngemittelspezialitäten trugen zu einem höheren Umsatz bei. Der Umsatz im 1. Halbjahr 2018 betrug knapp 2,0 (Vorjahr: 1,9) Mrd. €. Das Ebitda wird mit 342 (313) Mio. € angegeben für die Zeit von Januar bis Juni 2018. Das bereinigte Konzernergebnis beträgt 74 Mio. €.

Kapitalmarkt enttäuscht

In seinem Ausblick für 2018 bestätigt K+S ein Ebitda zwischen 660 und 740 Mio. €. Diese Bandbreite liegt jedoch unterhalb der Erwartungen des Kapitalmarktes, teilt K+S mit. Damit habe das Unternehmen die Markterwartungen verfehlt. Vor einer Woche gab K+S deshalb eine leichte Gewinnerwartung heraus. Der Umsatz der K+S Gruppe dürfte im Gesamtjahr 2018 ein Niveau zwischen 3,9 und 4,1 Mrd. € (2017: 3,6 Mrd. €) erreichen.

Höhere Absatzvoumina meldet der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und ein starkes Auftausalzgeschäft. Gegenläufig wirkte wie bereits im 1. Quartal eine noch eingeschränktere Personal- und Maschinenverfügbarkeit im Kaliwerk Werra. Dem Kalianbieter fehlt es massiv an Facharbeiten. Zudem drücken die hohen Abschreibungskosten für das Kaliwerk Bethune in Kanada. Nachteilige Währungseffekte und höhere Logistikosten minderten im Geschäftsbereich Salz das Ergebnis.

Reform soll 2020 Wirkung zeigen

Die Umsetzung der Unternehmensstrategie ,Shaping 2030´ steht für den K+S-Vorstandsvorsitzenden Dr. Burkhard Lohr im Fokus. Derzeit wird an den Details zur neuen Organisation gearbeitet. Unverändert wird durch die Hebung von Synergien ein positiver Ergebniseffekt von mindestens 150 Mio. € pro Jahr erwartet, allerdings erst ab Ende 2020. Sorgen bereiten Lohr eingeschränkte Produktionsmöglichkeiten in Deutschland. Schwach verliefen die Geschäfte von April bis Juni im Salzgeschäft. K+S bestätigt die Ziele, bis Ende 2020 den Verschuldungsgrad gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 zu halbieren.

 

 

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