Halbjahreszahlen

Royal Friesland Campina steigert Gewinn


Die niederländische-deutsche Molkereigenossenschaft hat im ersten Halbjahr 2019 bei gleichbleibendem Umsatz ein besseres Ergebnis eingefahren. Bessere Margen und Verkäufe bei Käse sind der Hintergrund.

Der Umsatz von Friesland Campina stabilisierte sich in der ersten Jahreshälfte 2019 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Betriebsergebnis stieg laut Unternehmen um 18,6 Prozent auf 210 Mio. € (erste Jahreshälfte 2018: 177 Mio. €). Die Ergebnisse verbesserten sich demnach durch einen Anstieg der Verkäufe von Wertschöpfungsprodukten, überwiegend mit Käse.

Die Ergebnisse verbesserten sich laut Unternehmen vor allem durch Absatzsteigerungen im Bereich Käse sowie einem starken Wachstum in Afrika und Asien. Insgesamt wuchsen die Markenvolumen der Business Group Consumer Dairy um 4,8 Prozent. Der Rückgang der Milchanlieferung in den Niederlanden habe durch die geringere Verarbeitung von noch immer verlustbringenden Basis-Molkereiprodukten wie Butter und Milchpulver zur Gewinnverbesserung beigetragen.

Der Gewinn für das gesamte Unternehmen stieg auf 121 Mio. €, ein Anstieg um 11,0 Prozent (erste Jahreshälfte 2018: 109 Mio. €.

„Diese Ergebnisse zeigen positive Auswirkungen der im vorigen Jahr eingeleiteten Änderungen und sind ein Grund für vorsichtigen Optimismus. Mit der Einführung unserer marktorientierten Strategie sehen wir positive Entwicklungen“, sagte Hein Schumacher, CEO der Royal Friesland Campina.

Milchpreis steigt um 3,2 Prozent
Der Pro-forma-Milchpreis für die Mitglied-Milchviehhalter über das erste Halbjahr stieg um 3,2 Prozent auf 37,90 € exkl. MwSt. pro 100 Kg Milch. Der Milchpreis besteht aus dem Garantiepreis, dem Pro-forma-Leistungszuschlag, dem Weidegangzuschlag, dem Zuschlag für besondere Milchströme und der Pro-forma-Ausgabe von Mitgliederobligationen.

In den nächsten Monaten erwartet das Unternehmen vor allem bei den Preisen von Milchbestandteilen anhaltende Volatilität. Darum sei man vorsichtig mit Äußerungen über genaue finanzielle Aussichten für das ganze Jahr. Die aktuelle Dynamik stimme vorsichtig optimistisch, aber mit klaren Vorbehalten hinsichtlich der Herstellungskosten und der Produktionshemmnisse, was es schwierig machen könnte die Marktnachfrage, insbesondere in China, vollständig zu erfüllen. 

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