Hamburger Agrarhandel

Schiedsgerichte unter neuem Dach


Der Hafenstandort Hamburg ist eine Drehscheibe für den internationalen Handel.
imago images / Waldmüller
Der Hafenstandort Hamburg ist eine Drehscheibe für den internationalen Handel.

Streitigkeiten im Handel mit Getreide und Futtermitteln oder Ölen und Fetten können künftig unter einem Dach bearbeitet werden. Weitere wichtige Hamburger Handelsverbände sind vertreten.

Die Schiedsgerichte des Vereins der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG) sowie des Großhandelsverbands mit Ölen, Fetten und Ölrohstoffen (Grofor) agieren künftig unter dem Dach des neuen „Hamburg International Arbitration Center“ (HIAC). Das Zentrum, das die vielfältigen schiedsgerichtlichen Aktivitäten in der Hansestadt bündelt, ist in dieser Woche eröffnet worden.
Aufgaben von Schiedsgerichten
Das Schiedsgericht dient dazu, Streitigkeiten zwischen zwei oder auch mehreren Vertragsparteien beizulegen. Schiedsklagen betreffen beispielsweise Zahlungsausfälle, Nichterfüllung von Verträgen oder mangelhafte Warenqualität. Das Schiedsgericht des VdG wurde 1863 gegründet und ist damit das älteste der Branche. Es bearbeitet jährlich bis zu 50 Verfahren. Rechtliche Basis bieten die Einheitsbedingungen im deutschen Getreidehandel. Der Grofor unterhält ebenfalls ein ständiges, international arbeitendes Schiedsgericht. Es behandelt Streitfälle in Handelsgeschäften mit pflanzlichen und tierischen oder seetierischen Ölen, Fetten und Fettsäuren.

Alexander Bauer, der als Syndikusrechtsanwalt sowohl für den VdG als auch den Grofor zuständig ist, betreut die Schiedsgerichte der beiden Organisationen.

Alexander Bauer betreut als Syndikusrechtsanwalt von VdG und Grofor auch Schiedsgerichtsverfahren.
Foto: VdG
Alexander Bauer betreut als Syndikusrechtsanwalt von VdG und Grofor auch Schiedsgerichtsverfahren.

Weitere Schiedsgerichte, die sich künftig unter dem Dach des HIAC sammeln, sind das des Deutschen Kaffeeverbands, das Chinese European Arbitration Centre (CEAC), das European-Latinamerican Arbitration Center (ELArb) und die German Maritime Arbitration Association (GMAA).


Kommentare

Ihre E-Mail wird weder veröffentlicht noch weitergegeben. Notwendige Felder haben einen *

Spielregeln

stats