Handel

EU stimmt für Japan-Abkommen


Mit großer Mehrheit votiert das Europaparlament für das Handelsabkommen mit Japan. Es soll im Februar 2019 in Kraft treten und bietet EU-Exporteuren neue Absatzmöglichkeiten vor allem für Fleisch und Käse.

Einigkeit herrschte im Europaparlament in Straßburg. 474 Abgeordnete stimmten für das Handelsabkommen mit Japan, 152 waren dagegen und 40 enthielten sich der Stimme. Brüsseler Agrarverbände begrüßen das Abkommen. Der Abbau von Einfuhrzöllen, der Schutz von geografischen Herkunftsbezeichnungen und die Kooperation im Agrarsektor werde neue Ausfuhrmöglichkeiten schaffen, erklären die EU-Dachverbände der Landwirte und Genossenschaften (Copa/Cogeca) sowie des Handels (Celcaa, Food, Drink Europe). Helmut Scholz von den Linken gehörte hingegen zur ablehnenden Minderheit. Scholz befürchtet eine zunehmende Konkurrenz durch die offenen Grenzen und macht zudem auf sinkende Zolleinnahmen aufmerksam.

Zölle sinken schrittweise

Die Zölle für Käse baut Japan in den kommenden 15 Jahren von heute 29,5 Prozent vollständig ab. Die Zölle für Schweinefleisch werden innerhalb von 10 Jahren von 19 Prozent auf Null gesenkt. Für Rindfleisch sollen die Zölle von 38,5 Prozent auf 9 Prozent innerhalb von 15 Jahren abgebaut werden.

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