Hauptversammlung

Investmentfonds warnt Bayer-Führung


Die Hauptversammlung des Bayer-Konzerns Ende dieser Woche verspricht stürmisch zu werden. Ein Fondsmanager kündigt medienwirksam an, Vorstand und Aufsichtsrat nicht zu entlasten.

„Deka Investment wird auf der Hauptversammlung gegen die Entlastung von Vorstand wie Aufsichtsrat stimmen. Wir verstehen dies als ein Warnsignal", sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Als Hauptgrund führte Speich das juristische Nachspiel der Monsanto-Übernahme an, die Bayer einen erheblichen Teil des Unternehmenswertes an der Börse gekostet habe. „Der Bayer-Vorstand, so viel Mühe er sich auch gibt, befindet sich in den Fängen der amerikanischen Justiz", so Speich in dem Interview weiter. Es bestünde die Gefahr, dass die Prozesse in Amerika zu einer „unendlichen Saga werden und dass der Vorstand deswegen das Tagesgeschäft vernachlässigt."

Zur Bayer-Hauptversammlung im Mai 2018 war Monsanto schon das Hauptthema, aber die Übernahme längst nicht vollzogen. Das ist in diesem Jahr anders. Das Aktionärstreffen verspricht Turbulenzen.
Bayer
Zur Bayer-Hauptversammlung im Mai 2018 war Monsanto schon das Hauptthema, aber die Übernahme längst nicht vollzogen. Das ist in diesem Jahr anders. Das Aktionärstreffen verspricht Turbulenzen.
Einen Wechsel an der Bayer-Spitze hält Speich aber „zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht". Auch ein möglicher Nachfolger könne die „ Mammutaufgaben", vor denen der Bayer-Vorstand  steht, kaum bewältigen.

Die Deka Investment gehört zur Deka-Bank, die wiederum das Wertpapierhaus der Sparkassen darstellt. Die Deka-Bank hält nach Informationen des Brancheninformationsdienstes Der Aktionär 1,0 Prozent der Bayer-Aktien. Ingo Speich leitet seit diesem Jahr bei der Investmentsparte den Bereich Nachhaltigkeit und Corporate Governance. Der Manager war vorher lange Jahre für Union Investment tätig.

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