Hauptversammlung

KWS-Aktionäre akzeptieren neue Rechtsform


KWS-Firmenzentrale in Einbeck
Foto: KWS
KWS-Firmenzentrale in Einbeck

Die KWS kann ab 2019 ihre Struktur neu ordnen. Das Unternehmen will schneller zukaufen können, wenn sich interessante Übernahmeziele ergeben.

Die Aktionäre der KWS Saat SE haben am Freitag der geplanten Umwandlung in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien zugestimmt. Ab dem 1. Quartal 2019 soll das Saatgutunternehmen als KWS SAAT SE & Co. KGaA an den Start gehen. Außerdem hat die Hauptversammlung einen Aktiensplit beschlossen. Jeder Aktionär erhält zu jeder bestehenden Aktie zusätzlich vier neue Aktien. An den Beteiligungsverhältnissen ergeben sich dadurch aber keine Änderungen, betont das Unternehmen.

Die KWS-Finanzchefin Eva Kienle warb bei der Hauptversammlung für den Wechsel der Rechtsform in eine KGaA, weil so die KWS wachsen und ihre Position auf dem Kapitalmarkt stärken könne, ohne dass ihr Charakter als börsennotiertes Familienunternehmen verloren gehe. Außerdem wären Übernahmen künftig leichter möglich, wenngleich es zurzeit, so Kienle weiter, keine „konkreten Übernahmeziele“ gäbe. Im laufenden Jahr hätte die KWS gerne das Gemüsesaatgutgeschäft von Bayer gekauft, ist aber mit seinem Angebot offenbar zu spät gekommen und hat gegenüber der BASF den Kürzeren gezogen.



Wie bereits im Oktober berichtet, hat die KWS Gruppe 2017/18 bei leichtem Umsatzrückgang ein weitgehend konstantes Ergebnis erzielt. Die Dividende soll unverändert 3,20 € betragen. Unverändert ist auch die im Oktober veröffentlichte Prognose der KWS Gruppe für das laufende Geschäftsjahr 2018/19: Der Umsatz soll leicht steigen und eine Ebit-Marge von 10 bis 12 Prozent erzielt werden.

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