Hauptversammlung

Nordzucker rechnet mit steigenden Zuckerpreisen


Der Braunschweiger Zuckerkonzern stellt sich kurzfristig auf einen weiteren Preisverfall aufgrund von Überproduktion in der EU und weltweit ein, rechnet aber mittelfristig mit steigenden Preisen. Der Fokus bleibt auf der Produktion von Zucker aus Rübe und Rohr.

 „Die Bedingungen sind aufgrund der Überproduktion auf dem Weltmarkt und nach Abschaffung der Quoten auch in der EU extrem anspruchsvoll. Treiber sind neben Subventionen in Indien und Thailand auch gekoppelte Zahlungen für den Rübenanbau in zahlreichen Ländern der EU. Das verzerrt den Wettbewerb, hier ist die Politik gefordert", sagte der Vorstandsvorsitzende der Nordzucker AG, Dr. Lars Gorissen, auf der Hauptversammlung in dieser Woche.

Trotz der bestehenden Unsicherheiten sieht Nordzucker gute Perspektiven für Unternehmen und Anbauer. „Bei dem Preisniveau kann kaum jemand kostendeckend Zucker liefern“, sagte Gorissen und betonte zugleich: „Weltweit steigt die Nachfrage kontinuierlich. Zucker ist zudem eine wichtige Zutat in Lebensmitteln und nicht einfach zu ersetzen. Wir rechnen mittelfristig mit steigenden Preisen und setzen klar auf Zucker – aus Zuckerrübe und Zuckerrohr.“

Umfangreicher Transformationsprozess gestartet

Um auch künftig wettbewerbsfähig zu sein und weiter zu wachsen, hat Nordzucker einen umfassenden Transformationsprozess im Kerngeschäft in Europa gestartet, das mit Kosteneinsparungen besonders in der Verwaltung einhergeht. Die Übernahme des zweitgrößten australischen Produzenten Mackay Sugar Limited soll in Kürze erfolgen.

Jochen Johannes Juister wurde als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nordzucker AG nahezu einstimmig in seinem Amt bestätigt. Weitere Mitglieder sind unter anderen Henrik Madsen (Padborg, Dänemark) sowie  Helmut Bleckwenn und Sigrun Krussmann.

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