Hauptversammlung

Nordzucker macht Aktionären Mut


Hauptversammlung-Nordzucker in der Stadthalle Braunschweig
Foto: Nordzucker
Hauptversammlung-Nordzucker in der Stadthalle Braunschweig

Rapide fallende Zuckerpreise setzen die Nordzucker AG unter Druck. Für das Aus von Herbiziden verlangt der Zuckerkonzern Übergangszeiten.

Auf der Hauptversammlung in Braunschweig macht der Sprecher des Vorstands, Dr. Lars Gorissen, den Anteilseignern Mut. „Wir werden diese Tiefpreisphase durchstehen, denn wir sind finanziell solide aufgestellt. Ziel ist es, die Kernmärkte in der EU zu sichern und auszubauen und neue Märkte in Europa und international zu entwickeln", sagte Gorissen.  

Die neuen Vertragssysteme im Rübenanbau waren im ersten Anbaujahr ohne Quote stark nachgefragt: Die Mengen wurden für die Anbaujahre 2017/18 und 2018/19 jeweils überzeichnet. Auch von Öko-Rüben seien zusätzliche Flächen unter Vertrag.
Das Verbot der Neonicotinoide und das geplante Verbot weiterer Herbizide stellt für den Rübenanbau eine starke Herausforderung dar. Nordzucker fordert Ausnahmeregelungen für Neonicotinoide und Übergangsregelungen für vom Aus bedrohte Herbizide, um Alternativen zu finden. 

Die Teilnehmer der Hauptversammlung bekräftigten den Kurs des Unternehmens und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat nahezu einstimmig. Die Aktionäre stimmten am Donnerstag dem Dividendenvorschlag von 1,20 €/Aktie mit großer Mehrheit zu. Insgesamt werden rund 58 Mio. € ausgeschüttet.

Erst im Anschluss an die Hauptversammlung wurde der plötzliche Tod des Aufsichtsratsvorsitzenden der Nordzucker AG Hans-Christian Koehler bekannt gegeben.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats